Katastrophenfonds

So bekommst du Geld für Unwetterschäden

Der Bund und das Land Steiermark gewähren im Verhältnis 60:40 eine Entschädigung aus dem Katastrophenfonds für Maßnahmen zur Beseitigung von außergewöhnlichen Schäden, die durch

  • Hochwasser
  • Erdrutsch
  • Vermurung
  • Lawinen
  • Erdbeben
  • Schneedruck
  • Orkan
  • Bergsturz oder
  • Hagel

entstanden sind.
Hagelschäden an landwirtschaftlichen Kulturen werden nicht anerkannt.

Anspruchsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, denen ein Schaden im Vermögen entstanden ist. Gemeinden erhalten eine Entschädigung über die Abteilung 7.

Die Mindestschadenssumme ist mit 1.000 Euro festgesetzt.

Voraussetzungen

  • Antragsberechtigung:
    1. physische Personen (Einzelpersonen) oder
    2. juristische Personen mit Ausnahme der Gebietskörperschaften
  • Es muss ein Schaden an Ihrem Vermögen entstanden sein.
  • Der Schaden muss innerhalb der Steiermark aufgetreten sein.

Fristen

  • Gebäudeschäden sind binnen 2 Monaten ab Schadeneintrittsdatum zu melden.
  • Ernte-, Flur- oder Viehschäden, Schäden durch Erdrutsch sowie  Schäden an privaten Straßen, Wegen oder Brücken sind binnen 6 Monaten ab Schadeneintrittsdatum zu melden.
  • Waldschäden bzw. Waldbodenverluste oder Schäden an privaten Forststraßen und -brücken sind binnen 6 Monaten ab Schadeneintrittsdatum vor der Sanierung zu melden.

Zuständige Stelle

  • Für die Verfahrensabwicklung: die Bezirkshauptmannschaft bzw. in Graz der Magistrat
  • Für die Antragstellung:
    Der Antrag kann über das Online-Formular auf der Seite www.agrar.steiermark.at eingebracht werden. Außerdem kann sich jeder an seine Gemeinde bzw. an das Magistrat Graz wenden.

Abhängig von der Schadenursache werden die Anträge zur Bearbeitung weitergeleitet:

  • Schäden an Gebäuden oder baulichen Anlagen samt etwaigem Inventar: Baubezirksleitung
  • Schäden an Flur, Ernte oder Vieh: allgemein beeideten und zertifizierten Sachverständigen
  • Schäden an Wald oder Waldbodenverlust sowie Schäden an privaten Forststraßen oder -brücken: Bezirksforstinspektion
  • Schäden durch Erdrutsch: Abteilung 14
  • Schäden an privaten Straßen, Wegen oder Brücken: Abteilung 7

Verfahrensablauf

Nach dem Antrag wird der Privatschadensausweis an die zuständige Bezirkshauptmannschaft bzw. an den Magistrat Graz übermittelt. Diese wiederum leitet die Anträge abhängig von der Schadensursache an die zuständigen Sachverständigen bei der Baubezirksleitung, Bezirksforstinspektion, Abteilung 7 oder Abteilung 14 bzw. an allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige weiter, die eine Schadensschätzung durchführen.

Abhängig von der Schadenursache werden die Entschädigungen von der Bezirksverwaltungsbehörde bzw. dem Magistrat Graz oder von den Abteilungen 7, 10 oder 14 ausbezahlt.

Erforderliche Unterlagen

  • Fotos des Katastrophenschadens
  • bei Bestehen einer Versicherung: eine Versicherungsbestätigung
  • Rechnungen oder Angebote auf Grund des Schadens (sofern bereits vorhanden)

Kosten

Die Antragstellung ist kostenlos.