Jeder 6. Steirer ist "arm"

Caritas

Caritas startet Kampagne gegen Armut

Fast 200.000 Steirer sind von Armut bedroht oder tatsächlich „arm“

Das zeigt der aktuelle Armutsbericht. Heißt: Fast jeder 6. von uns ist armutsgefährdet. Damit liegen wir knapp über dem Österreich-Schnitt.  Deshalb startet die Caritas eine große Kampagne „Hilfe ist größer als Armut“ – „Wir ist größer als ich“.

Armutsgrenze in Österreich

Als "politische" Armutsgrenze gilt in Österreich der Ausgleichszulagenrichtsatz. Die sogenannte Mindestpension beträgt 909,42 Euro für Alleinstehende und 1.363,52 Euro für Paare (gerechnet jeweils brutto 14mal im Jahr).

Eine weitere Armutsgrenze ist das Existenzminimum, bis zu dem ein Einkommen gepfändet werden kann. Die ist abhängig von der Anzahl der Unterhaltspflichten und der Höhe des Einkommens. Die Untergrenze für das Existenzminimum liegt bei 909 Euro (netto 14 Mal im Jahr). Dieser Betrag reduziert sich bei Unterhaltsschulden um 25 Prozent. 

In Österreich beträgt die aktuelle Armutsgrenze 1.060 Euro (netto 14mal im Jahr/1.238 Euro (netto 12mal im Jahr) wobei hier alle Sozial-, Familien-, Wohn-, Arbeitslosen- aber auch Pflegegeldleistungen inkludiert sind. Als armutsgefährdet gilt in Österreich, wer weniger als 1.238 Euro monatlich zur Verfügung hat. 

16 Prozent der Steirer sind armutsgefährdet

Laut Armutsbericht 2018 sind 196.000 Steirerinnen und Steirer armutsgefährdet. In ganz Österreich sind es 14,4 Prozent der Bevölkerung und somit 1,25 Millionen Menschen. 

Ab wann sind Menschen von Armut bedroht?

Als von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht gelten Personen, die mindestens eines der drei folgenden Kriterien erfüllen: 

1. Personen, deren Haushalt über ein Einkommen verfügt, das geringer ist als 60 Prozent des nationalen äquivalisierten Mediaeinkommens (Armutsgefährdung). 

2. Personen, deren Haushalt vier oder mehr der folgenden neun auf EU-Ebene festgelegten Merkmale für erhebliche materielle Deprivation aufweist: 

3. Personen, die jünger als 60 Jahre sind und in einem Haushalt mit keiner oder sehr niedriger Erwerbsintensität leben. Dazu zählen jene Haushalte, in denen Personen im Erwerbsalter (hier: 18- bis 59-jährige Personen, ausgenommen Studierende) nicht oder nur in geringem Ausmaß erwerbstätig sind (im Laufe eines Jahres insgesamt weniger als 20 Prozent ihres Erwerbspotentials).

So hilft die Caritas 

Um die grundlegensten Bedürfnisse zu decken, betreut die Caritas aktuell 41 Obdachloseneinrichtungen un 12 Mutter-Kind-Häuser in ganz Österreich. Sie bieten 1.793 Schlafstellen und 252 Wohnplätze für Menschen, die nirgendwo anders unterkommen können. 


Infos zu allen Einrichtungen der Caritas gibt’s auch online unter caritas-steiermark.at.

So kannst du helfen

Spendenkonto der Caritas
Erste Bank
IBAN - AT23 2011 1000 0123 4560
BIC – GIBAATWWXXX
Kennwort: Inlandshilfe
Online-Spenden: 
www.caritas.at/inlandshilfe

Du kannst Menschen in Not aber nicht nur mit Geld, sondern auch mit Sachspenden oder ehrenamtlichen Tätigkeiten helfen.


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