Internet im Volksschulalter

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Darauf sollten Eltern achten

Internet im Volksschulalter: Fotos, YouTube, Spiele

Bereits Kinder im Volksschulalter nutzen das Internet immer intensiver. Dafür werden nicht nur Computer oder Smartphone der Eltern verwendet. Am Ende der Volksschule besitzt weit mehr als die Hälfte der Kinder eigene Geräte.

Ab wann sollten Kinder ein eigenes Smartphone bekommen und welches Handy eignet sich?

Das erste Handy bekommen Kinder in Österreich oft mit 7 oder 8 Jahren. Die Frage, ab wann ein eigenes Handy wirklich sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Wofür nutzen Kinder Smartphone oder Tablet am liebsten? 

Sie spielen verschiedenste Computerspiele (z. B. Minecraft, Clash Royal oder slither.io), machen Fotos und teilen diese mit Freunden (z. B. in WhatsApp), sie kommunizieren mit Freunden (ebenfalls WhatsApp), suchen mit Google nach interessanten Inhalten, wie z. B. Bildern, und schauen Videos auf YouTube an. So kommt es auch, dass YouTube-Stars im Leben der Kinder einen hohen Stellenwert haben. Beispiele für diese „Influencer“ sind Chaosflo44, BibisBeautyPalace, Julien Bam und ViktoriaSarina.

Ab welchem Alter sollten kinder soziale netwerke nutzen dürfen?

Seit 1. Mai 2018 dürfen sich in Österreich Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr selbstständig auf Social Media Plattformen registrieren. Wenn sich Eltern dazu entscheiden, ihrem Kind schon früher einen Account in einem Sozialen Netzwerk zu erlauben, dann sollten sie die Privatsphäre-Einstellungen so einrichten, dass alle geteilten Inhalte, wie z. B. Statusmeldungen und Fotos nur für Freunde sichtbar sind und das Profil von Suchmaschinen nicht gefunden werden kann. 

Kinder im Volksschulalter sind kaum bis gar nicht in der Lage, die Konsequenzen ihres Handelns in Sozialen Netzwerken einzuschätzen. Bis sie das sind (meist erst mit 13-15 Jahren), ist es sinnvoller, unter einem Nickname aktiv zu sein. Eine Möglichkeit wäre, statt des Nachnamens den zweiten Vornamen oder einen Spitznamen anzugeben, sodass sie von Freund/innen, aber nicht von Unbekannten gefunden werden können. 

Regeln und Grenzen – Patentrezepte gibt es keine

Die Bandbreite, wie Eltern versuchen, die Herausforderung der Medienerziehung zu meistern, reicht von „Kopf in den Sand stecken“ über wenig Kontrolle bis hin zu Internetverbot. 

Klar ist: Regeln und Grenzen zu setzen, ist unerlässlich.  Es gilt, das richtige Maß zwischen Kontrolle – manche Erziehungsberechtigte überprüfen etwa heimlich die Handys ihrer Kinder oder nutzen Tracking-Tools – und dem Vertrauen in die eigenen Kinder bzw. dem Respekt vor deren Privatsphäre zu finden. Entscheidend ist in jedem Fall, dass Eltern auch selbst die vereinbarten Regeln einhalten. „Die Vorbildwirkung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont Bernhard Jungwirth, Saferinternet.at-Koordinator.

Saferinternet.at unterstützt mit zahlreichen Angeboten

Deshalb unterstützt Saferinternet.at mit zahlreichen „häufig gestellten Fragen und Antworten“ auf www.saferinternet.at, dem Eltern-Videoratgeber „Frag Barbara!“, der im Auftrag des Bundeskanzleramts erstellten Broschüre „Medien in der Familie“, den Schritt-für-Schritt-Anleitungen der ISPA „Sicherheitseinstellungen für mobile Endgeräte“, einem österreichweiten Workshop-Angebot und vielem mehr. Für konkrete Fragen bietet Saferinternet.at-Partner 147 Rat auf Draht kostenlose Telefonberatung für Eltern und Bezugspersonen rund um Fragen zur Medienerziehung.


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