Die Immobilientage 2022

Preise, Leistbarkeit & Finanzierung

Von der Kaufentscheidung bis zur Finanzierung


Die Entscheidung, in eine Immobilie zu investieren, hängt von vielen Faktoren ab. In welcher Lebenssituation befinde ich mich gerade und wie sieht meine Lebensplanung aus? Verfüge ich über ausreichend Kapital um mir meinen Traum vom Eigenheim ermöglichen zu können? 

wie viel kostet was


Fragen über Fragen. Wie soll man da den Überblick bewahren? Und vor allem wo sollte man sich eine Immobilie zulegen? Im bundesweiten Vergleich überzeugt die Steiermark mit eher niedrigen Immobilienpreisen. 

Trotzdem sind die Preise im Zeitraum 2015 bis 2020 um rund 36% gestiegen. Aber auch in der Steiermark sind die Preise von Region zu Region verschieden. Dabei kommt es auch zu Stadt-Land Unterschieden. Entscheidend ist natürlich auch die Art der Immobilie. 

Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter Bauland in der Steiermark 98€. Am teuersten sind Baugründe in Graz, mit 322€ pro Quadratmeter. In der Südoststeiermark ist es am billigsten, mit 47€ pro Quadratmeter Bauland. Einen wahren Boom erleben die Speckgürtel von Städten und das Umland von Ballungsräumen. Aber auch hier werden Baugründe immer knapper und somit auch teurer. 

Der Quadratmeterpreis von ein Einfamilienhäusern liegt durchschnittlich bei  knapp über 1.400€. Seit 2015 sind auch gebrauchte Eigentumswohnungen teurer geworden. Dabei muss man im Durchschnitt mit einem Preis von 1.300€ pro Quadratmeter in der Steiermark rechnen. Im Vergleich dazu sind neue Eigentumswohnungen im Schnitt 60% bis 90% teurer.

Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Quadratmeterpreise, die zu bezahlen sind, wenn man sich ein Haus kauft:

Quelle: https://www.immopreise.at/Steiermark/Wohnung

Falls Du dich jetzt wunderst, dass der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen höher ist als bei Häusern, hat das mehrere Gründe. Zum einen wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Zum anderen werden aktuell viele neue Wohnungen gebaut. Im Vergleich zu bereits bestehenden Häusern sind diese teurer. Zusätzlich sind Wohnungen oft besser an die Infrastruktur angebunden. In der Nähe befinden sich vermehrt Schulen, Kindergärten und Geschäfte.

gründe


Gründe für die steigenden Immobilienpreise sind das begrenzte Angebot und die starke Nachfrage. Gesucht sind vor allem Baugründe, Wohnobjekte in Einzellage, Einfamilienhäuser und Wochenendhäuser - also Immobilien mit Distanz zum Nachbarn. Eine Rolle spielen auch die aktuell sehr niedrigen Zinsen. Besonders während der Corona-Pandemie sind Immobilien immer beliebter geworden. Es ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2022 die Preise weiterhin ansteigen.

die richtige Finanzierung


Ob Kauf, Miete oder Mietkauf, verschiedene Modelle der Finanzierung sind an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Mit Mitte des Jahres kommt es zu veränderten Vergabevorschriften für Kredite. Käufer einer Immobilie müssen 20% des Kaufpreises in Form von Eigenkapital vorweisen. 

Darüberhinaus muss die Kreditrate 30% bis 40% des monatlichen Nettoeinkommens betragen. Die Laufzeit darf 35 Jahre nicht übersteigen. Personen, die keine Eigenmittel aufweisen, können auf den Mietkaufs zurückgreifen. Dabei handelt es sich um ein Mietverhältnis mit einer späteren Option zum Kauf. Der Kaufpreis ist zu Beginn des Mietverhältnisses jedoch nicht bekannt. Dieser kann erst nach fünf beziehungsweise zehn Jahren beim Vermieter erfragt werden. Doch Mietkauf eignet sich nicht für jeden. Personen müssen das 18. Lebensjahr erreicht haben, das Haushalts-Nettoeinkommen muss innerhalb der Mindest- und Höchstgrenzen liegen und darüber hinaus muss ein dringender Wohnbedarf bestehen.

Der experte liefert antworten


Wie kommst du zu deiner  Finanzierung? Wie leicht oder schwer ist es Kapital zu bekommen, um den Traum vom Eigenheim zu erfüllen? Spoiler: Mit der Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 20% ab Juli 2022 stehen viele vor einem scheinbar unlösbaren Problem.

Die EZB schreibt diese Erhöhung in Österreich quasi vor, um eine Überhitzung des Marktes zu verhindern und auch die Menschen vor einer "nicht-stemmbaren" finanziellen Herausforderung zu schützen. Wie steht es also in der realen Finanzwelt um die Finanzierung meiner Immobilie? Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse, gibt euch Antworten darauf.


Wohnbauförderung in der Steiermark        



Die Wohnbauförderung in der Steiermark bietet unter anderem Förderungen für den Eigenheimbau, für Geschosswohnungen und für verschiedene Arten von Sanierungen. 

Bei einer Förderung für den Eigenheimbau gilt folgendes:
Einpersonenhaushalte erhalten 30.000 Euro, Zweipersonenhaushalte 35.000 Euro und jede weitere Person wird mit zusätzlich 5.000 Euro gefördert. Hierbei gelten folgende jährliche Netto-Einkommensgrenzen:

Bei Überschreitung dieser Grenzen um je 1.080 Euro, wird die Förderung um jeweils 20 Prozent verringert. Einen Antrag kann man kostenlos einbringen. Wichtig ist die jeweiligen Fristen zu beachten.


Möchte man eine Förderung für den Geschosswohnbau beantragen, ist folgendes zu beachten:
Gefördert werden rückzahlbare und nicht-rückzahlbare Beträge für ökologische Maßnahmen. Bei Ein-bis Vier- Personen-Haushalten ist die Nutzfläche auf 90 Quadratmeter begrenzt. Die Wohnnutzfläche erhöht sich für jede weitere Person um je 10 Quadratemeter. Die Höchstgrenze liegt bei 150 Quadratmetern.

Folgende jährliche Netto-Einkommensgrenzen sind zu beachten:

Gefördert wird auch die Sanierung von Gebäuden. Je nach Antragsteller varrieren die jeweiligen Förderungen. Private können Förderungen für energetische Sanierungen und Maßnahmen für barrierefreie und altengerechte Wohnverhältnisse beantragen. Dabei müssen die technischen Voraussetzungen beachtet werden. Darüber hinaus gibt es Förderungen bei:

Förderungen gibt es auch für Jungfamilien. Gefördert werden folgende Personen die das 35. Lebensjahr noch nicht erreicht haben:

Gefördert werden auch Familien, die drei oder mehre Kinder, ein behindertes Kind, im Sinne des Familienausgleichsgesetzes 1967, oder ein schwerbehindertes Kind haben.

Gefördert werden Kredite in Höhe von 7.500 bis 22.500 Euro. Die Laufzeit muss fünf bis zehn Jahre betragen. Die Gesamtzuschüsse sind gedeckt.


Die aktuellen Infos zur Wohnbauförderung in der Steiermark gibt's hier.

https://stmk.arbeiterkammer.at/beratung/steuerundeinkommen/wohnbaufoerderung/Wohnbaufoerderung.html


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