Hitzewelle & Hitzefrei

Wer hat wann hitzefrei?

Alles rund um das Thema „Hitze“

Seit Tagen schon plagt uns die Hitze in Österreich und da taucht schon einmal das Wort „Hitzefrei“ auf. Aber wann bekommt man „Hitzefrei“ und bekommt das jeder? Wir haben uns für dich schlau gemacht! Vorneweg: Es gibt in Österreich keinen allgemein gesetzlichen Anspruch sich „Hitzefrei“ zu nehmen. Ein paar Sonderregelungen gibt es aber, vor allem am Bau.

Bauarbeiter & Hitzefrei

Für Bauarbeiter, Zimmerer, Gipser, Dachdecker, Pflasterer und auch Gerüstbauer bedeutet Hitze schlechtes Wetter. Hier tritt das „Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz“ in Kraft. Seit dem 1. Mai 2019 kann für diese Gewerbe das Arbeiten im Freien ab 32,5 Grad eingestellt werden, wenn kein kühlerer Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Die Entscheidung darüber fällt der Arbeitgeber oder dessen Beauftragten. 

Die Kriterien der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) für die Entschädigung sind:

So heiß darf es im Büro oder Arbeitsraum sein

Laut Arbeitsstättenverordnung regelt der Paragraf 28, dass die Lufttemperatur bei Arbeiten mit geringer körperlicher Belastung (hauptsätzlich sitzend) zwischen 19 und 25 Grad betragen soll.

Bei normaler Belastung wie z.B. im Verkauf, soll es zwischen 18 und 24 Grad haben und bei hoher Belastung mindestens 12 Grad!

Sollten diese Temperaturbereiche nicht eingehalten werden können, muss der Arbeitgeber alles versuchen um diese Temperatur zu senken.

Eine Klimaanlage ist übrigens nicht gesetzlich verpflichtend. 

Schule & Hitze

Auch an Schulen gibt es kein gesetzliches „Hitzefrei“ ab einer bestimmen Temperatur. Es gibt aber eine eher allgemein gehaltene Bestimmung: Sollte das Schulgebäude aufgrund von Katastrophenfällen oder aus sonstigen zwingenden oder aus im öffentlichen Interesse gelegenen Gründen nicht mehr nutzbar sein, kann die zuständige Schulbehörde höchstens drei Tage lang die Schule schließen lassen. Auch der zuständige Bundesminister kann die notwendige Zeit durch eine Verordnung als schulfrei erklären. Die Regelung gilt fast wortgleich auch für Pflichtschulen.

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