Hilfe für Ukrainer in Graz

Land Steiermark sucht Gasteltern

VIELE UNBEGLEITETE KINDER KOMMEN AN

Mittlerweile sind mehr als 1000 Geflüchtete aus der Ukraine in der Steiermark angekommen. Oft sind es Kinder, die ohne Eltern oder Verwandte unterwegs sind. Das Land sucht genau für diese Kinder jetzt Gasteltern, bei denen sie für ein paar Wochen wohnen können. Voraussetzung sind natürlich, dass man genug Platz daheim hat. Es ist aber auch viel Fingerspitzengefühl nötig, sagt Landesrätin Doris Kampus.

Voraussetzung für die Aufnahme eines Gastkindes ist unter anderem ausreichender und adäquater Wohnraum.  Alle Interessenten werden von einer Sozialarbeiterin besucht und bei Bedarf unterstützt. Für Sprachprobleme wird ein eigener, kostenloser telefonischer Dolmetschdienst eingerichtet. Zur Kontaktaufnahme mit der Sozialabteilung des Landes steht die E-Mail-Adresse kinderundjugendhilfe@stmk.gv.at zur Verfügung. Außerdem steht die Hotline zur Ukrainehilfe unter der Telefonnummer 0800 201010 an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung.

Grundsätzlich erhalten Gasteltern, sobald ein Kind bei ihnen untergebracht ist, eine Aufwandsentschädigung in Höhe des steirischen Pflegekindergeldes – für Kinder unter 12 Jahren sind dies 515 Euro, für Jugendliche über 12 Jahren 566 Euro pro Monat.



Die Vorbereitungen laufen

Die Aufbauarbeiten in der Grazer Messehalle laufen auf Hochtouren. Tische und Raumtrenner werden von fleißigen Helfern aufgebaut. Denn ab Mittwoch werden in der Grazer Messehalle geflüchtete Menschen aus der Ukraine empfangen und versorgt. Ankommende Personen werden von der Polizei registiert, um Hilfeleistungen in Anspruch nehmen zu können. Nach der Registierung kümmert sich die Caritas um die regionale Betreuung. Zusätzlich werden Sachspenden wie Nahrungsmittel und Hygieneprodukte verteilt. Auch in den nächsten Wochen werden noch weiterhin Sachspenden gebraucht, um Geflüchtete bestmöglich versorgen zu können. Angekommende werden auch physisch und psychisch betreut. 

Für alle die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, werden kostenlose Quartiere und die entsprechende Verpflegung bereitgestellt. Falls ein umgehender Weitertransport in diese nicht möglich ist, stehen in der Messehalle für kurze Zeit Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ziel ist jedoch, geflüchtete Menschen rasch in eigenen Wohnungen unterzubringen. 

Für ukrainische Kinder ist die "Willkommensschule" ins Leben gerufen worden. Alle 6- bis 15- Jährigen können hier zusammenkommen und sich austauschen. Bis zum Sommer können sie auch die Schülerfreifahrt in Anspruch nehmen. Für Erwachsene gilt die Freifahrt bis Ende März. 


Ab sofort ist in der Messe Platz für 100 Personen. Bei Bedarf kann dieser jedoch auf 1000 Personen erweitert werden. Wenn man selbst einen freien Platz für Menschen aus der Ukraine hat, oder wenn man eine Sachleistung spenden möchte, kann man sich unter der Telefonnummer 0800/201010 oder bei einer passenden Einrichtung melden.

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