Heli-Stützpunkt St. Michael

Antenne

So sind die ersten 5 Monate verlaufen

Sie fliegen, um Leben zu retten

In nicht einmal 5 Minuten sind sie in der Luft, sie erreichen jeden Punkt der Steiermark innerhalb von 30 Minuten und fliegen im Monat zwischen 90 und 100 Mal aus, um Leben zu retten! Die Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers C17 in St. Michael/Obersteiermark arbeitet wie ein Schweizer Uhrwerk.

Davon hat sich auch Muntermacher Thomas Seidl ein Bild machen können. Er hat den Stützpunkt besucht  - und das gut 5 Monate nach der Inbetriebnahme. Die Stimmung ist gut, für Seidi gibts zum Start mal einen Kaffee. Aber nach gut 15 Minuten Quatschen und Zusammensitzen wird es plötzlich Ernst. Alarm. Einsatz. Die Crew legt los. Einsatzbesprechung, Wettercheck, Hubschrauber flugfertig machen - alles mit einer Seelenruhe und unter vollster Konzentration. Es geht für Flugretter, Pilot und Notarzt nach Rottenmann. Eine Person mit Herzinfarkt ist ins LKH eingeliefert worden und muss auf dem schnellsten Weg nach Bruck ins LKH gebracht werden. Der schnellste Weg ist in diesem Fall der C17. "15 Minuten dauert es von St. Michael nach Rottenmann, dann ungefähr 20 Minuten zurück nach Bruck, bis der Patient nach 40 Minuten am Herzkatheter angeschlossen werden kann", erzählt der notärztliche Leiter der C17-Crew, Otto Koren unserem Seidi. Otto Koren ist es auch, der bei Thomas bleibt - der Rest hebt nach exakt 4 Minuten ab in Richtung Rottenmann.



Zwischen Traumjob und mentaler Belastung

Der gebürtige Voitsberger ist eigentlich Arzt am LKH in Bruck und leitet seit 5 Monaten auch den Notarzthubschrauber Stützpunkt in St. Michael.

"Das Teamwork, die unterschiedlichen Einsatzorte und das professionelle Umfeld sind Dinge, die diesen Job besonders machen", erzählt Koren. Und die nicht so schönen Dinge? "Für mich als Familienvater sind es Einsätze mit Kindern, daran kann und will man sich nicht gewöhnen."

Dasselbe bestätigt auch Flugretter Heimo Stangl. Er ist gemeinsam mit seiner Crew nach einer Stunde wieder zurück vom Einsatz. "Alles gut gegangen, Patient ist versorgt", so der positive Abschluss. Für ihn ist es der absolute Traumjob, nach über 20 Jahren im LKH in Kalwang ist jetzt jeder Tag ein Abenteuer. Auch für ihn gilt aber wie für den Rest der gesamten Crew: "Ein erfolgreicher Tag ist es für uns, wenn die Patienten und auch wir gesund nach Hause kommen."

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