Heizsaison 2022

Ab wann wird geheizt?

wann muss der vermieter für die beheizung sorgen?


Es gibt keine konkreten Heizperioden, allerdings hat sich eine Heizperiode vom 1. Oktober bis zum 30. April etabliert. Außerhalb der genannten Heizperiode sollte man sich an den zu erreichenden Temperaturen innerhalb der Wohnung orientieren. Die Raumtemperatur sollte tagsüber zwischen 20 und 22°C liegen und Nachts sollten 18°C nicht unterschritten werden. Fallen die Außentemperaturen unter 16°C oder bleiben die Temperaturen in der Wohnung unter 18°C an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen, hat der Mieter Anspruch auf eine funktionierende Heizung.

Fernwärme

In Graz werden rund 70.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt, steiermarkweit sind es um die 100.000. Laut Energie Graz und Energie Steiermark steht Fernwärme von ihrer Seite aus das ganze Jahr über zur Verfügung. Allerdings können Hausverwaltungen individuell die Heizungen auf- und abdrehen, was in den wärmeren Jahreszeiten auch passiert. Hier musst du dich dann an diese wenden, wenn es in der Wohnung zu kalt ist. In den steirischen Regionen, wo die Fernwärmenetze von anderen Gesellschaften teilweise mit Biomasse versorgt werden, obliegt es auch diesen, die Heizungen zu regulieren. Meistens sind die Gemeinden dafür verantwortlich.


RICHTIGE TEMPERATUR IN JEDEM RAUM

Am besten du testest die Temperaturunterscheide deines Thermostates aus. Dabei solltest du jede Ventil-Einheit für ein paar Stunden eingestellt lassen, um zu sehen, ob du dich bei dieser Raumtemperatur wohl fühlst. Grundsätzlich gibt es aber Richtwerte:

  • Durchschnittliche Raumtemperatur: sollte etwa 20°C  betragen
  • Badezimmer: hier können es auch 22°C sein
  • Küche: dort kann es ruhig weniger sein, da hier regelmäßig über Elektrogeräte Wärme erzeugt wird
  • Wohnzimmer: Auch hier reicht die durchschnittliche Temperatur von 20°C
  • Schlafzimmer: 17 bis 18°C , oder sogar weniger, sind hier angenehm
  • Unbenutzte Räume oder niemand daheim: hier reicht sogar eine Temperatur von 16°C



Programmierbare Thermostate: Diese ersparen dir das Frieren am Morgen. Damit kannst du die Wärme für jeden Raum optimal regulieren.
Nachtabsenkung: Ob sinnvoll oder nicht wird gerne diskutiert. Du kannst es aber für dich testen! Schalte in einer Nacht mit 0°C die Heizung aus. Am nächsten Morgen prüfst du dann, wie tief die Temperatur gefallen ist. Das zeigt dir wie viel Energie deine Wohnung speichern konnte. Sinnvoll ist es die Temperatur um maximal zwei Graz zu senken, damit nicht unnötig Energie beim erneuten Erhitzen verbraucht wird.

Achtung: Die Raumtemperatur sollte nie unter 16°C betragen. Dennoch solltest du auch wissen, dass du pro Grad etwa 6% Energie sparst.

Heizt du schon oder sparst du?