Heizen im September?

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Hast du die Heizung schon aufgedreht?

Ganz schön frisch draußen

Temperaturen um 10 Grad und Morgenfrost, da kann man schon mal die Heizung aufdrehen oder? Aber funktioniert die Heizung im September überhaupt schon? Und wer ist dafür zuständig?

Vermieter müssen für die Beheizung der Wohnung sorgen

Barbara Walzl-Sirk vom Mieterschutzverband Steiermark weiß: "Wenn die Abendtemperaturen bei 10-15 Grad liegen, dann ist der Vermieter verpflichtet die Heizung zu aktivieren." Weigert sich der Vermieter, dann hast du als Mieter die Möglichkeit einer Mietzinsminderung. In diesem Fall einfach mit dem Vermieter oder mit der Hausverwaltung Kontakt aufnehmen und eine Mietzinsminderung einfordern. Üblicherweise bekommst du dann ein Angebot.

Achtung: Wenn du zum Beispiel selbst einen Heizstrahler aufstellst, hast du keinen Anspruch mehr auf eine Mietzinsminderung.

Fernwärme

In Graz werden rund 70.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt, steiermarkweit sind es um die 100.000. Laut Energie Graz und Energie Steiermark steht Fernwärme von ihrer Seite aus das ganze Jahr über zur Verfügung.
Allerdings können Hausverwaltungen individuell die Heizungen auf- und abdrehen, was in den wärmeren Jahreszeiten auch passiert. Hier musst du dich dann an diese wenden, wenn es in der Wohnung zu kalt ist.
In den steirischen Regionen, wo die Fernwärmenetze von anderen Gesellschaften teilweise mit Biomasse versorgt werden, obliegt es auch diesen, die Heizungen zu regulieren.
Meistens sind die Gemeinden dafür verantwortlich.


RICHTIGE TEMPERATUR in jedem Raum


Am besten du testest die Temperaturunterscheide deines Thermostates aus. Dabei solltest du jede Ventil-Einheit für ein paar Stunden eingestellt lassen, um zu sehen, ob du dich bei dieser Raumtermperatur wohl fühlst. Grundsätzlich gibt es aber Richtwerte:

Durchschnittliche Raumtemperatursollte etwa 20° C  betragen.
Badezimmer: hier können es auch 22° C  sein.
Küche: dort kann es ruhig weniger sein, da hier regelmäßig über Elektrogeräte Wärme erzeugt wird.
Wohnzimmer: Auch hier reicht die durchschnittliche Temperatur von 20° C.
Schlafzimmer: 17 bis 18° C , oder sogar weniger, sind hier angenehm.
Unbenutzte Räume oder niemand daheim: hier reicht sogar eine Temperatur von 16° C.

Programmierbare Thermostate: Diese ersparen dir das Frieren am Morgen. Damit kannst du die Wärme für jeden Raum optimal regulieren.

Nachtabsenkung: Ob sinnvoll oder nicht wird gerne diskutiert. Du kannst es aber für dich testen! Schalte in einer Nacht mit 0° C die Heizung aus. Am nächsten Morgen prüfst du dann, wie tief die Temperatur gefallen ist. Das zeigt dir wie viel Energie deine Wohnung speichern konnte. Sinnvoll ist es die Temperatur um maximal zwei Graz zu senken, damit nicht unnötig Energie beim erneuten Erhitzen verbraucht wird.

Achtung: Die Raumtemperatur sollte nie unter 16° C betragen. Dennoch solltest du auch wissen, dass du pro Grad etwa 6% Energie sparst.

Heizt du schon oder frierst du noch?

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