Hagel & Gewitter

So schützt du dich am besten

HAGEL

Wie entsteht Hagel?

Hagel entsteht im Sommer, wenn die warme Luft nach oben steigt und dort auf kalte Luft trifft. Wenn der Temperaturunterscheid zu hoch ist, entstehen Gewitter. Wenn starke Aufwinde die Wolken aufwühlen, dann kühl sich die Luft zu stark ab und gefriert zu Eis. Je stärker der Wind in diesen Luftschichten, desto größer werden die Hagelkörner, weil sich immer mehr Eisschichten an ihnen bilden.


So erkennst du, dass es Hageln wird

Du kannst bevorstehenden Hagel an den Wolken erkennen. Hagelwolken sind - anders als Gewitterwolken - wie eine weiße Wand, durch die der Himmel nicht mehr zu sehen ist. Auch grünlich, bläuliche Schattierungen in den Wolken, können Anzeichen sein.



SO SCHÜTZT DU DICH AM BESTEN


IM AUTO

Wenn du gerade im Auto unterwegs bist und es anfängt zu Hageln, solltest du mit winterlichen Verhältnissen rechnen - also vorsichtig und langsam fahren. Du solltest nicht unter einer Brücke oder in einem Tunnel stehen bleiben - nachkommende Autofahrer könnten dich übersehen. Wenn es gar nicht anders geht, bei einem Stau zum Beispiel, denk daran, die Warnblinkanlage einzuschalten.


ZUHAUSE

Zuerst solltest du alle Türen, Fenster & Rollläden schließen. Wenn du keine Garage für dein Auto hast, kannst du eine dicke Decke drüber legen. Wenn du ein Hochbeet hast, kannst du Gartenflies über die Hochbeete ziehen. Wenn der Hagel bei deinen Pflanzen doch Schaden angerichtet hat, heißt es zunächst einmal: Ruhe bewahren! Denn selbst stark beschädigte Pflanzen können sich in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen wieder erholen.


IM FREIEN

Wenn du im Freien unterwegs bist, solltest du natürlich schnell Schutz suchen. Zum Beispiel unter einem Auto, in einer Höhle oder in einer Hütte. Unter Bäumen solltest du dich lieber nicht verstecken, denn es könnten Äste abbrechen und dich verletzen. Wenn du auf einer weiten, freien Fläche unterwegs bist: Suche einen Mulde oder einen Graben und lege dich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden und schütze deinen Nacken mit deinen Händen.

GEWITTER


WORAN ERKENNE ICH, DASS EIN GEWITTER KOMMT?

Gewitterwolken sind viel schwärzer, als Regenwolken. Das hat mit dem Licht der Sonne zu tun und mit dem Wassergehalt der Wolken. Je dunkler eine Wolke ist, desto mehr Wasser enthält sie. 

Wenn du im Freien unterwegs bist und ein Gewitter aufzieht, solltest du natürlich schnell Schutz suchen. Bei einem Blitzeinschlag gibt es zwei Gefahren: Wenn du der höchste Punkt in der Umgebung bist, steigt das Risiko direkt von einem Blitz getroffen zu werden. Und zweitens: Wenn der Blitz in unmittelbarer Umgebung einschlägt und sich der Strom im Boden nach allen Seiten schnell ausbreitet.



Diese Orte sind KEIN guter Schutz:

Gefährlich sind auch alle Arten von metallischen Gegenständen, denn Metall leitet Blitzstrom besonders gut. Berühre also keine Zäune, Gitter oder Masten.

Hier kannst du Schutz suchen:

Am besten suchst du schnell ein Gebäude mit einem Blitzableiter oder ein Fahrzeug (außer ein Wohnmobil oder Cabriolet). Wenn das keine Option ist, kannst du dir einen Bodenmulde oder einen Felsvorsprung suchen. Da sich der Strom über den Boden ausbreitet solltest du dich - anders wie bei Hagel - nicht flach auf den Boden legen! Hocke dich ganz klein zusammen und halte mit deinen Armen deine Beine fest.

Es ist besonders wichtig einen Abstand von mindestens 1 Meter (besser jedoch 3 Meter), zu Wänden, Stützen, Metallzäunen, etc. einzuhalten. Bäume, Baumgruppen, Waldränder und Holzmasten von Freileitungen sind besonders einschlaggefährdet und deshalb unbedingt zu meiden.


Alle Gewittermythen im Check

Tags

Sponsoren