große Pflegereform

ein Monatsgehalt mehr für Pfleger

Neue Arbeitsbedingungen


Die türkis-grüne Koalition hat heute, am Tag der Pflege, erste Vorschläge einer großen Reform im Pflegebereich präsentiert. 

Was sich alles ändern soll:

  1. Im Schnitt soll jede Pflegekraft ein Monatsgehalt im Jahr mehr bekommen. 520 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. 
  2. Für die Nachtpfleger gibt es zwei Stunden Zeitguthaben
  3. Bei zugewanderten Pflegekräften sollen die Deutschkenntnisse vom Arbeitgeber eingeschätzt werden. Eine intensive Überprüfung soll ausbleiben. 
  4. Die Pfleger könnten in Zukunft auch Spritzen und Infusionen geben, da nicht immer ein Arzt anwesend ist
  5. Während der Ausbildung zur Pflegekraft soll es einen Zuschuss von 600 Euro im Monat geben. Für Neu- bzw. Wiedereinsteiger gibt’s ein Pflegestipendium von 1400 Euro im Monat. Als Versuch gibt’s bald eine Pflegelehre
  6. Beschäftigte ab dem 43. Lebensjahr können jedes Jahr eine „Entlastungswoche“ in Anspruch nehmen
  7. Für die Pflege dementer Menschen gibt es mehr Geld
  8. Die Pflegekräfte haben das Recht auf eine Pflegekarenz für drei Monate
  9. Eine erhöhte Familienbeihilfe wird nicht mehr aufs Pflegegeld gerechnet 
  10. Familienmitglieder, die den größten Teil der Pflege zuhause leisten und selbst- oder weiterversichert sind, bekommen einen Angehörigenbonus von 1500 Euro jährlich
  11. künftige Verhandlungen mit Sozialpartnern für die Verbesserung der 24-Stunden-Pflege

Die Änderungen kosten den Steuerzahlern pro Jahr rund eine Milliarde Euro. Gesichert ist die Reform vorerst dieses und nächstes Jahr. 

Diplomkrankenpfleger Wolfgang Schwab vom Pflegearbeitskreis übt an der Reform Kritik. Für ihn sind wichtige Aspekte nicht angegriffen worden. 


Für ihn gibts Vor- und Nachteile:

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