Grenzschutz in der Steiermark

Kroatien -Reise.at

Interview mit Minister Mario Kunasek

Grenzschutz

Die österreichische Bundesregierung möchte die Grenzkontrollen zu Slowenien und Ungarn verlängern. Also auch die Kontrollen an der steirischen Grenze. Ein Ansuchen dazu ist bereits nach Brüssel gegangen. Wir haben mit Verteidigungsminister Mario Kunasek gesprochen, warum wir den Grenzschutz überhaupt brauchen. 

Kein funktionierender EU-Außengrenzschutz

"Solange dieser Schutz durch die EU nicht gegeben ist, wird der Grenzschutz in der Steiermark erhalten bleiben", sagt Kunasek. Das Bundesheer und die Polizei werden somit auch in den nächsten Monaten für Grenzkontrollen sorgen und gegebenenfalls auch Menschen ohne eine Aufenthaltsberechtigung in Österreich abweisen.  

2015 kamen Tausende Flüchtlinge über die steirische Grenze. Höhepunkt war der 22. Oktober 2015 - 12.600 Flüchtinge kamen innerhalb von 24 Stunden zur Grenze. Im Vorjahr hat es österreichweit 27.627 Aufgriffe von Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung gegeben, heuer sind es mit Stand 7. Oktober 16.114.
In der Steiermark waren es letztes Jahr 1.258 und heuer, auch bis zum 7. Oktober, 972 Aufgriffe.
Das heißt aber nicht, dass all diese Personen über die steirische Grenze ins Land gekommen sind.
Nachdem die neue italienische Regierung eine strengere Migrationspolitik fährt, verlagert sich das Ganze in den Westen. Sprich, die meisten Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa wollen, versuchen es jetzt über Spanien. Und auch auf der östlichen Balkanroute gibt es laut Bundesminister Kunasek einen Anstieg zu verzeichnen.

Das ganze Interview mit Verteidigungsminister Mario Kunsek gibt's hier zum Nachhören:

Tags

Sponsoren