Gleinalmtunnel wieder offen

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Ampeln schalten auf grün

Die Ampel schalten nach dem Brand vom 5. OKtober wieder auf Grün. Der Gleinalmtunnel öffnet nach zwei Monaten am Freitag, 7. Dezember etwa um 14 Uhr wieder seine Pforten. Am Mittwoch und Donnerstag wurden noch die letzten technischen Tests durchgeführt. Pendler dürfen sich also freuen, sie können den Tunnel bereits eine Woche früher als gedacht befahren.

Am Foto: v. l.: Geschäftsführer Rainer Kienreich, Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl, Landesrat Anton Lang, Minister Norbert Hofer, LH Hermann Schützenhöfer, FP-Klubobmann Stefan Hermann, Geschäftsführer Andreas Fromm.

Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen 

Exakt zwei Monate und zwei Tage nach dem Brand eines 80 Tonnen schweren Kranwagens im Gleinalmtunnel auf der A 9 Pyhrn Autobahn, kann die ASFINAG am Freitag, den 7. Dezember um spätestens 14 Uhr den Tunnel wieder auf „Grün“ schalten und für den Verkehr freigeben. In diesen zwei Monaten haben alle Beteiligten in 24-Stunden-Schichten die großen Schäden am Tunnel beseitigt. Insbesondere wurden fünf Blöcke der Zwischendecke abgebrochen und neu betoniert, ebenfalls die Fahrbahn auf einer Länge von fast 50 Metern sowie 4.600 Quadratmeter der Tunnelbeschichtung. Eine ähnliche Größenordnung hatten die Schäden an den Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen, die auf einer Länge von bis zu 500 Metern erneuert werden mussten.

Verkehrsminister Norbert Hofer:

„Der Schaden war zwar groß, wichtiger ist aber natürlich, dass bei diesem verheerenden Brand keine Personen verletzt wurden“, sagte Verkehrsminister Norbert Hofer beim Lokalaugenschein Freitagfrüh.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sprach auch den Verantwortlichen der ASFINAG und den Mitarbeitern seinen Dank aus: „Ich danke all jenen Frauen und Männern, die in den vergangenen Wochen Tag und Nacht daran gearbeitet haben, diesen Tunnel, der für die Steiermark eine so große Bedeutung hat, wieder in Stand zu setzen.“

Landesrat Anton Lang

Landesrat Anton Lang, selbst regelmäßiger Nutzer der Gleinalmstrecke, zeigte sich erleichtert: „Diese Verbindung ist immens wichtig, man merkt das ja erst dann, wenn die Strecke gesperrt ist. Ich bin also sehr froh, dass der Tunnel wieder allen Pendlerinnen und Pendlern zur Verfügung steht.“

ASFINAG Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl:

„Ich möchte allen Beteiligten, die in den vergangenen zwei Monaten unter Hochdruck diesen Brandschaden saniert haben, wirklich gratulieren, das war hervorragende Arbeit. Ein Danke auch an die Blaulichtorganisationen für ihren tollen Einsatz.“

ASFINAG-Bau-Geschäftsführer Andreas Fromm

„Ich bin wirklich sehr froh, dass wir diesen enormen Schaden am Tunnel in so kurzer Zeit beheben konnten, der Einsatz aller Beteiligten war großartig.“

ASFINAG-Geschäftsführer Rainer Kienreich

„Für unsere Kundinnen und Kunden, die den Umweg über die S 35 nehmen mussten, waren die vergangenen Wochen natürlich unangenehm – ein Danke daher auch für die Geduld.“

Die verlorene Zeit bei der Gültigkeit der Jahresmautkarten wird von der ASFINAG aber bekanntlich ersetzt – die Mautkarten werden für die Dauer dieser Sperre automatisch verlängert.


Reiner Sachschaden 2,5 Millionen Euro

Die Kosten für die reine Schadensbehebung belaufen sich nach derzeitigem Stand auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Erneuert wurden zusätzlich zu Zwischendecke, Fahrbahn, Tunnelwände und Tunnelanstrich unter anderem auch mehr als 100 LED-Leuchten, fast 24 Kilometer Kabel, zwei Feuerlösch- und zwei Notrufnischen, sämtliche Videokameras auf mehreren hundert Metern Länge sowie die Verkehrszeichen.

Generalerneuerung lief ungehindert weiter

Parallel zur Sanierung des Brandschadens in der erst 2017 eröffneten Neubauröhre - die genaue Ursache des Lkw-Brandes ist nach wie vor nicht geklärt – lief und läuft die Generalerneuerung der alten Tunnelröhre aus dem Jahr 1978 ungehindert weiter. Bis Ende 2019 wird dann auch der acht Kilometer lange Gleinalmtunnel als letzter Tunnel auf der A 9 zweiröhrig ausgebaut sein. Die ASFINAG investiert in diesen wichtigen Ausbau, der ein Ende des Gegenverkehrs bringt und damit die Verkehrssicherheit deutlich verbessert, insgesamt 260 Millionen Euro.

Quelle: asfinag

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Was bisher geschah

Das Autobahn-Teilstück der A9 ab Friesach Richtung Norden gleicht einer Gespenster-Autobahn. Kein Wunder, die Autobahn ist auch seit dem 5. Oktober zwischen St. Michael und der Abfahrt Übelbach in beide Richtungen gesperrt. Der Grund: Der große Schaden den ein brennender Schwertransporter im Tunnel angerichtet hat. Heute – einen Monat später – laufen die Sanierungsarbeiten im Tunnel auf Hochtouren. Es wird 24 Stunden und 7 Tage die Woche im 3-Schichtbetrieb gearbeitet.

Auch Fahrbahn muss erneuert werden

Die Abbrucharbeiten sind bereits abgeschlossen – jetzt gehts ans Betonieren der Zwischendecke. Aber nicht nur die Tunnel-Decke ist auf einer Länge von Insgesamt 80 Meter durch das Feuer schwer beschädigt worden. Auch die Fahrbahn selbst muss komplett erneuert werden. 

Wenn auch das geschafft ist, werden die Sicherheitssysteme wieder hergestellt. Hätte es diese Systeme nicht gegeben, hätte dieser Brand am 5. Oktober in einer Katastrophe enden können. 

Voraussichtliche öffnung ab 15. Dezember

Ab dem 15. Dezember soll dann der Verkehr wieder durch den Gleinalmtunnel rollen – bis dahin werden wir aber weiterhin über die S35 und die Sausweichen müssen.

Auch auf der Raststation in Deutschfeistritz herrscht Geisterstimmung. Die Tankstelle hat vorübergehend sogar geschlossen.


was bisher geschah

Update: Sanierung der Brandschäden im steirischen Gleinalmtunnel läuft auf Hochtouren

Nach dem Brand eines Kranwagens am 5. Oktober im acht Kilometer langen Gleinalmtunnel sollen am Sonntag die Abbrucharbeiten der beschädigten Tunnelteile abgeschlossen werden. Das Gesamtgewicht des beschädigten Materials beträgt mehr als 500 Tonnen. 

80 Meter der Zwischendecke müssen neu errichtet werden. "Bis Mitte November sollten wir alles neu gebaut haben", sagt ASFINAG Projektleiter Herwig Moser. 

Neue Sicherheitsausstattung von Video bis Notrufnischen erforderlich

Danach beginnt der Einbau der gesamten elektrischen Einrichtungen sowie der Sicherheitsausstattung. 


Freigabe des Gleinalmtunnels etwa Mitte Dezember

Ein Kranwagen auf einem Tieflader hatte Feuer gefangen. Der Unfallort liegt etwa einen Kilometer vom Südportal entfernt. Alle Autofahrer wurden dabei aufgefordert die Schlüssel stecken zu lassen und die Gefahrenzone über die Fluchtwege zu verlassen. Drei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung. Auch ein Kriseninterventionsteam war im Einsatz.  

LH Stellvertreter und Katastrophenschutz-Referent Michael Schickhofer bedankt sich bei der Feuerwehr: "Ich danke unseren Feuerwehrleuten, die am Gleinalmtunnel im Einsatz sind und unter widrigsten Bedingungen den Löschangriff vorgenommen haben. Auf unsere steirischen Feuerwehren ist Verlass."

Tunnel für 2 Monate gesperrt

Aufgrund der starken Hitze, konnte die Feuerwehr nicht sofort zur Brandstelle vorrücken. Der Tunnel hat erheblichen Schaden genommen. Die Fahrbahn, Decke und die Technik sind zu erneuern. Der Schaden wird laut Asfinag mehr als eine Million Euro betragen. Fünf große Betonfelder (je 144 Quadratmeter) der Tunneldecke müssen getauscht werden. Die Gesamtkosten werden vermutlich noch weit höher sein. Derzeit ermittelt man Ursuache und Verschulden – um die Frage zu klären, wer für den Schaden aufkommen wird.

ausweichmöglichkeiten

Kranbergung

Eine Spezialtransportfirma wurde beauftragt, den abgebrannten 80 Tonnen schweren Kranwagen zu bergen.  

(c) Asfinag


Alle aktuellen Verkehrsinfos findest du hier.

ALLE UPDATES

5. UPDATE, 16:00 UHR:
Laut Andreas Bergmann von der Asfinag hatte der Lenker des Kranwagens noch selbst versucht, das Feuer zu löschen. Dann habe er die Personen im Tunnel aufgefordert diesen über die Fluchtwege zu verlassen. Derzeit inspiziert ein Spezialteam vor Ort die Schäden im Tunnel. 

4. UPDATE, 15.45 UHR:
"Ich danke unseren Feuerwehrleuten, die am Gleinalmtunnel im Einsatz sind und unter widrigsten Bedingungen den Löschangriff vorgenommen haben. Auf unsere steirischen Feuerwehren ist Verlass." – LH Stellvertreter und Katastrophenschutz-Referent Michael Schickhofer.

3. UPDATE, 15:20 UHR:
Der Brand ist mittlerweile gelöscht. Alle Personen konnten über die Fluchtwege in die alte Röhre flüchten. Jedoch mussten 2 Personen wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden.

2. UPDATE,15.05 UHR:
53 Unverletzte sind in die Kaserne St. Michael gebracht worden
28 Unverletzte sind bei der Autbahnmeisterei Guggenbach untergebracht worden
Ein Kriseninterventionsteam ist im Einsatz.
3 Personen haben Rauchgasvergiftungen erlitten, eine Person lehnte die Behandlung im Krankenhaus ab.
7 KIT Mitarbeiter des Roten Kreuz sind zur Kaserne unterwegs
17 Rettungsautos sind mit 50 Rot Kreuz-Mitarbeitern im Einsatz 

1. UPDATE, 14.45 UHR Die Feuerwehr arbeitet unter Zeitdruck. Das Kranfahrzeug steht im Vollbrand. Wegen der starken Hitze, können die Feuerwehren aktuell nicht bis zur Brandstelle vorrücken. Außerdem beginnt die Tunneldecke zu platzen und aufzureissen, so Bereichsfeuerwehrkommandand Gerhard Sampt. 


Foto-Credits: danke an den Antenne-Hörer! |facebook

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