Gefahr: Bluthochdruck

jeder 2. Betroffene weiß es nicht

80 Millionen Betroffene, 40 Millionen Ahnungslose

Die Zahlen rund um den Bluthochdruck sprechen eine deutliche Sprache. Und dort wo auch Medikamente an ihre Grenzen stoßen, kann jetzt die Chirurgie helfen. Der "Barostimulator" ist ein Gerät, das dem Gehirn über Rezeptoren an der Halsschlagader einen noch höheren Blutdruck vortäuscht. Darauf reagiert das Gehirn mit körpereigenen Mechanismen zur Blutdrucksenkung.

In der Steiermark ist dieses Verfahren bereits 2 Mal erfolgreich angewandt worden. Allerdings sind nicht automatisch alle Bluthochdruck-Patienten für den Barostimulator geeignet. Wem das Gerät in Zukunft wieder zu einem "normalen Leben" verhelfen kann, ab wann der Blutdruck zu hoch ist, wie oft man ihn kontrollieren sollte sind einige Antworten die Dr. Michael Sereinigg von der Klinischen Abteilung für Transplantationschirurgie der Univ.-Klinik für Chirurgie unserem Reporter Markus Terrant gegeben hat.

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Seit Beginn des Jahres wurde am LKH-Univ. Klinikum Graz 2 Patienten der Barostimulator implantiert. Die Therapie ist weltweit im Einsatz, österreichweit leben gut 30 Patienten mit dem Gerät. Der Barostimulator ist batteriebetrieben und hält durchschnittlich sechs Jahre. Der Austausch erfolgt unter örtlicher Betäubung.