Gaisch is back

Kanizaj Marija-M

Nach Notruf-Affäre ist er wieder da

ALexander Gaisch is back!


Ende 2019 hat diese Geschichte österreichweit hohe Wellen geschlagen: Der steirische Vize-Polizeidirektor Alexander Gaisch wollte im September ein Feuerwerk in der Nähe seines Hauses südlich von Graz anzeigen. Sein Anruf ist damals in die Landesleitzentrale der Polizei umgeleitet worden. Der junge diensthabende Beamte am Notruf-Telefon hat seinen Vorgesetzten nicht gleich erkannt. Gaisch drohte deshalb, ihm „die Wadl’n vire zu richten.“ Erst drei Monate später ist der Mitschnitt des Gesprächs dann an die Öffentlichkeit gekommen. Gaisch ist damals von seiner Position abgezogen und zum Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Außenstelle Leoben, „strafversetzt“ worden.

Damit nicht genug. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat wegen versuchter Nötigung gegen Gaisch ermittelt. Das Verfahren ist aber gegen Bezahlung einer Diversion (rund 6.000 Euro) eingestellt worden. Das Disziplinarverfahren des Bundes ist im März ebenfalls mit einer Geldstrafe ausgegangen – damit ist der 54-Jährige alles in allem relativ gut ausgestiegen!

ER bekommt eine Zweite Chance

Der steirische Polizei-Hofrat bekommt jetzt eine "zweite Chance". Nachdem das juristische und das Disziplinarverfahren gegen ihn abgeschlossen sind, kehrt Gaisch heute (01.06.2021) in seine alte Funktion zurück.

Gaisch habe sich mehrfach und aufrichtig sowohl beim betroffenen Mitarbeiter als auch bei Vorgesetzten und Kollegen entschuldigt und sei für seinen schweren Fehler eingestanden, heißt es.


Hier gibts den Original-Mitschnitt des ganzen Gaisch-Telefonates:

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