Es gärt auf den Weinbergen

Steirische Winzer streiten um ihre Lagen

Wurde hier nicht reiner Wein eingeschenkt?


Seit Mitte Jänner ist der Entwurf der geplanten Weinbauriedenverordnung öffentlich einzusehen. "Viel zu spät", sagen zahlreiche steirische Winzer, die mit diesem Entwurf plötzlich überrumpelt worden sind. Denn nur noch bis 31. Jänner können seitens der Winzer Änderungswünsche abgegeben werden.

Die Weinbauriedenverordnung soll eine korrekte Kennzeichnung laut dem neuen Herkunftssystem für steirische Qualitätsweine, kurz DAC, regeln.
Dadurch werden die steirischen Weine in Gebiets-, Orts- und Riedenweine unterteilt.
Der Riedenwein, früher bekannt als Lagenwein, ist momentan der Ferrari in der jetzigen Herkunftsbezeichnung.

Und jetzt kommen wir zum Problem: Etliche Rieden, die früher auf Etiketten gedruckt worden sind, sind im Entwurf der neuen Verordnung gar nicht mehr zu finden, oder die Grenzen der Rieden (eine Riede muss natürlich oder baulich abgegrenzt sein) sind so verlegt worden, sodass manche Winzer "ihren" Riedennamen nicht mehr verwenden dürfen.

Ein prominentes Beispiel ist die Ried Pößnitzberg in Leutschach.
Hier dürften laut neuer Verordnung zahlreiche Winzer diesen Namen nicht mehr auf ihre Etiketten drucken.

Acht Weingüter (Birnstingl, Brolli-Arkadenhof, Lamprecht, Menhard, Muster-Poschgan, Narat-Zitz, Sabathihof-Dillinger und Scheucher) wollen sich dagegen wehren.



Steiermrak-Reporter Roland Schmidt hat sich mit Rudolf Muster vom Weingut Muster-Poschgan unterhalten.


© Lebensressort


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