Erzberg: Europäische Großübung

steiermark.at | Markus Scheiner

Neue perspektive für Eisenerz

die größte Erdbeben- und Höhlenrettungsübung Europas

Eisenerz steht im Fokus der Katastrophenschützer – vom 24. bis 27. Mai findet am Erzberg die ModEX statt. 300 Einsatzkräfte aus der ganzen EU werden den Einsatz nach einer schweren Erdbebenkatastrophe trainieren. Das Gelände in Eisenerz ist dafür perfekt geeignet, die Vorbereitungen laufen bereits seit Monaten. 

Neue Zukunftsperspektive für Eisenerz

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) verriet nun, dass Eisenerz zum Kompetenzzentrum für Sicherheit und Katastrophenschutz werden soll. 

Das Tunnelforschungszentrum der Montanuniversität und das Übungszentrum des Roten Kreuzes zeige, wie wichtig Übungszentren sind. Zusätzlich hat Schickhofer weitere gute Nachrichten für Eisenerz: Das Krankenhaus, welches Ende Juni schließen wird, soll ein Traingskrankenhaus werden. 

Auch die Katastrophenschutzexperten teilen diese Meinung. Mit Übungsszenarien und dafür vorgesehenen Einrichtungen könne man den Ernstfall idealerweise üben. 

So auch Bastian Harms, Einsatzleiter dieser europäischen Großübung und Gerard Guerin von der Europäischen Kommission. Beide haben das Gelände und die damit verbundenen Möglichkeiten gelobt.



Das Szenarium der übung

Nach einer schweren Erdbebenserie, mit einer großen Anzahl an Verschütteten, fordert die betroffene Region Hilfe aus der EU an. Diese beordert daraufhin Kräfte aus verschiedenen Ländern und ist für die Koordination verantwortlich. Die Beteiligten müssen binnen 48 Stunden, alle verschütteten Personen aus den Häusern, Trümmerfeldern, aus einem Tunnel und Höhlen bergen. Eingesetzt werden auch Suchhunde, Horchgeräte, Kameras und andere Spezielgeräte. 

Die Teams

Such- und Rettungsteams im städtischen Gebiet: Griecheland und Litauen
Höhlenrettungsteam: Slowenien
Drohnenteams: Frankreich und Dänemark
Technisches Unterstützungsteam: Deutschland


Wer ist dabei?

Leiter des Referats Katastrophenschutz beim Land Steiermark, Helmut Kreuzwirth. 150  Personen von internationalen Rettungsteams, dazu kommen örtliche Verantwortliche und Mitwirkende. Beteiligt ist auch die Polizei, das Bundesheer, das Rote Kreuz, mehrere Freiwillige Feuerwehren, sowie die Berg- und Höhlenrettung.


Erdbebengefahr in der Steiermark 

Die Steiermark ist pro Jahr von etwa neun Erdbeben betroffen. Jedoch treten nur durchschnittlich alle 13 Jahre Beben auf, die auch Gebäude leicht beschädigen. Mit größeren Schäden kann man alle 60 Jahre rechnen. 

die letzten Erdbeben mit Gebäudeschäden

Leoben: am 6. Februar 1794
Mürzzuschlag: am 14. März 1837
Wartberg: am 25. Juli 1927
Kindberg  am 1. Mai 1885
Obdach am 3. Oktober 1936

Gefährdeter ist das Murtal und das Mürztal zwischen Bruck an der Mur und St. Michael. Das Erdbeben im Mur- und Mürztal entstand durch eine Bruchzone, die sich über das Wiener Becken fortsetzte. Die Lavanttal-Störung war der Auslöser für das Beben bei Judenburf und Obdach.




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