Erste Darknet-Suchmaschine

In den Tiefen des Internets

Das Darknet – englisch für "Dunkles Netz" – wird als Teil des Deep Web bezeichnet, welches gewöhnliche Internetnutzer nicht so einfach zu sehen bekommen. Stellt man sich das Internet als weites Meer vor, dann beginnt das Deep Web unter der Wasseroberfläche und das Darknet stellt den dunkelsten und tiefsten Punkt des Meeres dar. Hier bist du anonym und unsichtbar. 

Im Darknet gibt es keine zentralen Server, mit denen sich dein Computer verbindet und Daten abruft. Dein Computer verbindet sich hier stattdessen mit vielen, vielen Servern und verschlüsselt währenddessen alle Daten, für die größtmögliche Anonymitiät.

Intelligence X

Mit "Intelligence X" startet die erste Suchmaschine für das Darknet. Damit kannst du einfach und schnell überprüfen, ob persönliche Daten von dir im Internet kursieren. Zuvor war das nur IT-Spezialisten und Unternehmern vorbehalten. Da man für den Zugang zum Deep Web eine bestimmte Software und Browser-Einstellungen braucht –  ein Tor-Browser-Paket.

Der Österreicher Peter Kleissner macht das Darknet jetzt für alle zugänglich: intelx.io. Er selbst ist bereits seit zehn Jahren in der IT-Sicherheitsindustrie tätig. Einen Namen in der IT-Branche hat er sich bereits im Alter von 18 Jahren gemacht.

Was kann diese Suchmaschine?

Für gewöhnlich suchst du alltägliche Informationen über deine Suchmaschine und kratzt dafür an der Oberfläche des Internets. Intelligence X jedoch gräbt viel tiefer. Damit wird nicht nach Namen oder Bildern gesucht – gesucht werden E-Mail-Adressen, Domains, Telefonnummern, IP-Adressen oder etwa Kreditkartennummern. Und dafür gräbt die Suchmaschine unter anderem im Darknet und anderen Peer-To-Peer-Systemen.

"Mit Intelligence X durchsuchen wir auch die entlegensten Bereiche des Internets“, so Peter Kleissner.

Wir haben mit Internetexperten Alex Glowatschnig gesprochen, wie verlässlich die Suchmaschine ist: 

Im Darkweb sind viele Seiten zusätzlich noch mit Passwörtern gesichert. "Seiten, die durch Passwörter geschützt sind, kann auch diese Suchmaschine nicht aufmachen. Das ist ja immerhin auch der Sinn solcher Websites, dass sie nicht gefunden werden", erklärt der Internetexperte.

Wer nutzt das Darknet?

Generell benutzen Menschen das Darknet, die im Internet keine Spuren hinterlassen wollen. Man kann diese vor allem in diese zwei Gruppen einteilen: 

  1. Menschen die ihr Leben oder das ihrer Informanden schützen wollen oder müssen – sie nutzen das Darknet zur Kommunikation, um sensible Daten und Informationen zu teilen. Dazu gehören unter anderem politisch Unterdrückte, Dissidenten, Journalisten oder Whistleblower. Beispiel: Edward Snowden hat das Deep Web genutzt, um seine geheimen Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen.

  2. Menschen die negativen Konsequenzen entgehen wollen. Darunter fallen vor allem Kriminelle. Diese Gruppe nutzt das Internet um sich einer Strafverfolgung zu entziehen. Sie suchen etwa nach Webshops und Handelsplattformen, die illegale Waren und Dienstleistungen anbieten – z.B. Drogen, Gift, nicht registrierte Waffen, gefälschte Dokumente oder Kreditkartennummern. Man zahlt hier auch oft mit einer Crypto-Währung, um die Anonymität sicherzustellen.


Das Surfen im Darknet ist generell nicht illegal – es kommt aber immer darauf an was du dort machst.

Sicher im Internet

Es ist leider keine Seltenheit, dass Fotos und Kontaktdaten ohne das Wissen der User im Internet herumschwirren. Gegen diese Art von "Daten-Abzocke" kannst du etwas unternehmen: 

Mehr Infos findest du auf www.saferinternet.at und auf der Seite www.mimikama.at - dort gibt's die neuesten Fakenews und Abzockmails.

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