Eisenbahn-Warnstreiks

ÖBB

Heute ist mit Zugausfällen zu rechnen

Am 26. November 2018 kommt es auch bei der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) zu zeitlich begrenzten Arbeitsniederlegungen durch die Belegschaft. Die GKB informiert unter der Telefonnummer (0316) 5987 256, via Email (personenkasse@gkb.at) sowie auf Facebook und Twitter.

Verkehrseinschränkungen durch Warnstreik

Der österreichweite Warnstreik findet am Montag, 26. November 2018 zwischen 12:00 – 14:00 Uhr im gesamten Unternehmen statt. Es kann durch diese gewerkschaftlichen Maßnahmen im Zeitraum von ca. 12:00 - 14:00 zu Zugausfällen und Verkehrseinschränkungen, sowie in weiterer Folge zu Verspätungen im Zug- und Busverkehr kommen. 

Am stärksten betroffen wären naturgemäß die ÖBB. Die Bundesbahnen informieren ihre Kunden auf der eigenen Webseite unter streckeninfo.oebb.at und scotty.at, via Telefon (05 17 17) sowie in den sozialen Medien Facebook und Twitter.

Bei der Steiermärkischen Landesbahn, die mit ihren fünf Bahnstrecken in das S-Bahn-Netz eingebunden ist, sind Infos auf der Webseite unter www.stlb.at abrufbar.

Für die Verbindung Graz und Wien Flughafen wird in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zusätzlich sorgen KundenlenkerInnen am Bahnhof Graz für Informationen der Reisenden.

Gewerkschaft vida verlangt von Arbeitgebern "ordentliches Gesamtpaket" 

Die Gewerkschaft vida hat Eisenbahn-Warnstreiks für kommenden Montag (26. November) beschlossen. "Die Streiks starten am kommenden Montag", teilte die Gewerkschaft mit. Es könnte dem Vernehmen nach nur am Montag oder auch darüber hinaus gestreikt werden. 

"Die Gremien der Gewerkschaft vida haben nach intensiven Beratungen einstimmig über alle Fraktionen hinweg österreichweite Warnstreiks im gesamten Eisenbahnsektor beschlossen", so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit und der Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn, Günter Blumthaler. "Die Arbeitgeber haben uns keine Wahl gelassen. Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner haben Österreich zum Bahnland Nummer eins in der EU gemacht und lassen sich nicht mit Almosen bei den Gehaltserhöhungen abspeisen. Das letzte Angebot der Arbeitgeber hat inflationsbereinigt im Schnitt lediglich 15 Euro brutto im Monat ausgemacht", kritisierte Hebenstreit. 


Abbruch der 68. Verhandlungsrunde 

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden nach monatelangen Verhandlungen in der 8. Runde die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida und dem Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für die rund 40.000 Bediensteten in eisenbahnspezifischen Berufen abgebrochen.

"Jetzt wird es schnell sehr laut werden", machte Hebenstreit seine Androhung war. Der Fachverband Schienenbahnen habe sein "von Anfang an lächerliches Angebot lediglich weiter aufrechterhalten", kritisierte er. "Die Leistungen der Eisenbahnerinnen, ihre hohe Produktivität und Flexibilität, werden so mit Füßen getreten. Für weitere Scheinverhandlungen und Zeitverschwendung stehen wir nicht zur Verfügung."

Bahn-KV: Gewerkschaft fordert "ordentliches Gesamtpaket"

Blumthaler fordert ein "ordentliches Gesamtpaket mit höheren Einstiegsgehälter und weiteren Attraktivierungen im KV-Rahmenrecht", auch "um ausreichend neues und qualifiziertes Personal für die Bahnen gewinnen können".

Hebenstreit erneuerte die Forderung nach einem "fairen Angebot, das sich aus der Inflationsabgeltung sowie aus einem gerechten Anteil am Wirtschaftswachstum sowie aus der stark gestiegenen Produktivität der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sowie Verbesserungen im Rahmenrecht zusammensetzen muss". Eine Prozentzahl nennen die Arbeitnehmer nicht offiziell. Dem Vernehmen nach sollen es 5 Prozent sein. "Unseren Forderungen werden wird jetzt mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen Nachdruck verleihen. Sollte sich die Wirtschaftskammer endlich zu einem fairen Angebot durchringen können, sind wir gerne bereit, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

Die Arbeitgeber boten 3 Prozent, was die Gewerkschaft als "lächerlich" abtut. Dass die Arbeitgeber ihren Mitgliedsbetrieben empfehlen, die Löhne- und Gehälter um diesen Wert "freiwillig" zu erhöhen, empfindet die vida als Provokation.

Welche Züge betroffen sind, ist noch nicht klar. 

(APA)

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