Einigung über Einwegplastik

Diese Produkte werden verboten

Am Mittwoch haben die Vertreter der EU-Institutionen 12 Stunden verhandelt. Das Ergebnis: ein Verbot von Einweg-Plastik. Produkte für die es bereits nachhaltigere Alternativen gibt, sollen verboten werden. Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft gab eine vorläufige Einigung bekannt.

VERBOTEN 
werden Produkte für die es umweltfreundlichere Alternativen gibt:

REDUZIERT 
werden sollen in Zukunft auch Produkte für die es solch Alternativen noch nicht gibt:

Genaue Ziele und Daten für die Plastikreduktion fehlen noch.  Alternativen müssen noch gefunden werden – etwa für den Hauptverschmutzer beim Meeresplastik: die Zigarettenfilter. Diese sollen nicht durch Bioplastik ersetzt werden, da dieses auch nicht komplett abbaubar ist.

Zusätzliche Regelungen


WELTWEITER VORREITER

Die amtierende EU-Ratsvorsitzende Elisabeth Köstinger (ÖVP) und EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans begrüßen die Einigung."Es ist uns etwas Einzigartiges gelungen", so Köstinger. Die EU sei mit dieser Plastikreduktion weltweiter Vorreiter.

Kritik an der Einwegkunststoff-Richtlinie

Seitens dem Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs kommt Kritik. Die Richtlinie schieße am Ziel vorbei, denn Europa und Nordamerika würden mit 2 Prozent kaum etwas zum Meeresmüll beitragen. Der Müll komme hauptsächlich von Asien und Afrika. Sie sehen die Lösung im Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Ein Verbot würde das Recycling erschweren, weil auch Produkte aus Recyclingmaterial von den Verboten betroffen sind. 

Lisa Kernegger, Ökologin der Umweltorganisation GlOBAL 2000 begrüßt auch die neuen Richtlinien. Dennoch sei eine Reduzierung der Einweg-Plastikbecher nicht genug, ein verbindliches Reduktionsziel sei notwendig. Auch Greenpeace erkennt einige Schwachstellen. Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace über das Ergebnis: "Der ursprüngliche Entwurf wurde von der Plastiklobby und einigen nationalen Regierungen bedeutend verwässert".

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