Diese Quallen sind gefährlich

Jannaraabe

So reagierst du richtig

Hilfe, Qualle!

Eine einzige Qualle reicht aus, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Erst im im Mai spielte sich dieses Szenarium auf Mallorca ab. Dort sorgte eine Portugiesische Galeere dafür, dass kilometerlange Strandabschnitte von der Behörde kurzzeitig gesperrt wurden. 

Leider kommt es immer wieder vor, dass eine Meduse, wie Quallen auch genannt werden, hunderte Menschen verletzen, im schlimmsten Falle sogar töten. Quallen bewohnen nicht nur exotisches Gewässer, auch in der Ost- und Nordsee und dem Mittelmeer werden sie gesichtet. Darum solltest du etwas Quallenkunde betreiben:


Portugiesische Galeere

Die Portugiesische Galeere gehört zu den giftigsten Lebewesen der Welt. Du erkennst sie an der harmlosen blaupinken Gasblase, die aus dem Wasser ragt. Bei Berührung der meterlangen Tentakel mit der Haut, schießt sie winzige Harpunen aus den millionen Nesselkapseln, die sich in den Tentakeln befinden. Die Harpunen dringen durch die Hornhaut etwa einen Milimeter tief in den Körper ein, gefährliches Gift gelangt dadurch in die Blutbahn. Häufig kommt es zu striemenförmigen, offenen Wunden, Überlkeit und Erbrechen – seltener zu Lähmungserscheinungen, Herz-Kreislauf-Versagen und Atemstillstand.

Bei Kontakt muss die Haut unbedingt im Krankenhaus versorgt werden!


© Jannaraabe


© Alexander Abyzom

Feuerquallen

Die Feuerquallen kommen sehr häufig in Nord- oder Ostsee vor. Du erkennst sie an ihrem gelben bis rotem Schirm. Bei Berührung verursacht sie schmerzhafte Hautverletzungen, die sich wie das Brennen der Brennnessel anfühlen. Bei empfindliche Menschen macht sich auch eine starke Rötung, starker Juckreiz und eine Schwellung, wie bei einer Brandverletztung, bemerkbar.

Malle-Quallen

Der Spitzname der Leuchtqualle verrät auch schon den Lebensraum der Qualle: sie kommt vor allem im Mittelmeer und rund um die Balearen vor. Bei Berührung verfärbt sie sich zartrosa und verursacht starke Verbrennungen, welche nur langsam heilen und eventuell Narben hinterlassen. Bei Allergikern können noch Wochen später Bläschen auf der Haut auftreten. 


©  Wolljuergen

© Patrick Bürgler


Ohrenquallen

Diese Qualle ist ungefährlich. Sie kommt in der Nord- und Ostsee vor. Du erkennst sie ganz leicht an den oft tellergroßen Körper. Die Qualle ist durchsichtig und hat vier weiße, rosa- oder lilafarbene Ringe auf der Oberseite.

Kompassqualle

Diese Qualle ist eine der häufigsten und einer der giftigsten Quallenarten im Mittelmeer. Du erkennst sie an den braunen Streifen. Bei Berührung kommt es zu starken, brennenden Schmerzen.

© Fantagu

© Wusel007

Gelbe Haarqualle

Der Gelben Haarqualle begegnest du möglicherweise in der Nord- und Südsee. Sie kann bi zu einem Meter groß werde, die Randtentakel bis zu 36 Meter lang. Bei Berührung kommt es zu Rötungen, Schwellungen und einem Brennen.

Würfelqualle

Diese Qualle ist eines der gefürchtetesten Tieren. Das Gift in den bis zu drei Meter langen Tentakeln tötet ein Kind in wenigen Minuten. Erwachsene erleiden starke Schmerzen, Atemlähmung, Erbrechen, Kopfschmerzen bis hin zu Lungenödeme. Sie kommen in tropischen und suptropischen Gewässer vor.

© EPA/Nic Bothma


So reagierst du richtig

DOS.
Kommst du mit Quallen in Berührung, bleiben oft noch Fäden auf der Haut. Zum Abspülen verwende Salzwasser, Alkohol oder Essig. Es ist auch hilfreich die Fäden mit Sand einzutrocknen und sie dann mit einer Plastikkarte/Spatel abzureiben. Danach solltest du die Stelle kühlen, Essig wirkt zudem beruhigend auf die Haut. Verwende wenn möglich Backpulver, dieses blockiert manche Gifte.

DONT'S.
Rubbel die Fäden auf keinen Fall mit Süßwasser, einem Handtuch oder den bloßen Händen ab – sonst platzen die restlichen Nesselkapseln und die Symptome verschlimmern sich.

ARZTBESUCH
Nach jedem Kontakt mit einer giftigen Qualle solltest du unbedingt zum Arzt gehen. Er desinfiziert die Haut und behandelt die Wunde, damit sie weniger juckt und sich nicht entzündet.

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