Die Steiermark im Almfieber

LK/Grabner

Mehr als 500 Freiwillige Helfer

Steiermark im Almfieber

Landwirtschaftskammer und Steirischer Almwirtschaftsverein und freiwillige Helfer befreiten Almen von Farnen, Stauden und Gehölzen, um sie vor Verbuschung und Verwaldung zu schützen. Ohne Pflege würden jährlich 1.000 Hektar Almen verbuschen. 


Willi Gabalier: „Ich nutze die Almen so gerne, da ist es Zeit, mit ein bisserl Mithilfe Danke zu sagen.“ Die rund 1.700 Almen sind ein wertvolles Kulturgut und machen unser Land für den Tourismus so attraktiv. Zum Aktionstag (Schwendtag) am Samstag, 21. Juli, erwarten Landwirtschaftskammer und Steirischer Almwirtschaftsverein mehr als 500 freiwillige Helfer, um unsere Almen vor Verbuschung und Verwaldung zu schützen. Bereits im Vorfeld haben heuer Dancing Star und Neo-Bauer Willi Gabalier und eine Gruppe Jugendlicher auf der weststeirischen Roßbach-Pussoralm einen Tag lang, mit eigenem Werkzeug, Hand angelegt. Gabalier: „Ich nutze die Almen so gerne, da ist es Zeit, mit ein bisserl Mithilfe Danke zu sagen.“

Ohne Almpflege würden jährlich 1.000 Hektar Almen verschwinden. Almpflege würde der öffentlichen Hand 60 Millionen Euro kosten. Auf den rund 37.000 Hektar steirischen Almfutterflächen weiden in den Sommermonaten knapp 44.000 Rinder, 900 Pferde sowie 6.400 Schafe und Ziegen. Ohne die wichtige Almpflege würden jährlich allein in der Steiermark rund 1.000 Hektar wertvolle Almflächen verwalden. Würden die Almbauern, die für den steirischen Tourismus so wichtigen Almen, nicht pflegen, käme das dem öffentlichen Budget sehr teuer: Die Almpflege würde der öffentlichen Hand jährlich rund 60 Millionen Euro kosten.

 

Berg- und Almbauern pflegen schöne, vielgestaltige Landschaft und verhindern ein Verbuschen. Die Steiermark ist mit ihren rund 1.700 Almen das zweitwichtigste Almenland Österreichs. Insbesondere die rund 11.000 Berg- und Almbauern garantieren die umweltgerechte Pflege der Kulturlandschaft für den Tourismus und die Bevölkerung am kostengünstigsten. Damit verhindern sie, dass die für den Tourismus so wichtigen Almen, Berggebiete und benachteiligten Flächen verbuschen, verwildern oder verwalden. Und genau deshalb haben Almrevitalisierungen eine so große und wichtige Bedeutung.

Wegen Klimawandel wird Almpflege noch wichtiger. Insbesondere der Klimawandel mit den wärmeren Temperaturen wirkt sich auf den Bewuchs stark aus. Die Waldgrenze steigt jährlich an und einzelne Pioniere wie Lärchen oder Latschen sind bereits auf Seehöhen über 2.100 Meter anzutreffen. Damit kann je nach Region die Verwaldung und Verbuschung zwischen zwei bis fünf Prozent der Almflächen pro Jahr, voranschreiten. Bei einer fehlenden Pflege beanspruchen Zwergsträucher, wie die Schwarz- oder Heidelbeere, der Almrausch oder der Wacholder (Kranewitt) sowie die Latschen und Erlen, die wertvollen Almflächen für sich.

Die Landwirtschaftskammer und Steirischer Almwirtschaftsverein haben gemeinsam mit freiwilligen Helfer beim sogenannten Schwendtag, 15 steirische Almen von Gehölzen, Sträuchern und Farnen befreit, um sie vor Verbuschung und Verwaldung zu retten. 

Schwendtag auf 15 Almen:

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