Die Masche der Betrüger

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Der Enkel- oder Neffenbetrug

Erst vor Kurzem ist es wieder passiert: eine 80 Jahre alte Grazerin hat ihrem vermeintlichen Neffen tausend Euro übergeben. Leider hat es sich dabei um einen Trickbetrüger gehandelt. Am selben Tag wurden rund 20 weitere fehlgeschlagene Versuche im Grazer Stadtgebeit gemeldet. Dabei hatte man immer versucht eine "Kaution" für Familienangehörige herauszulocken, die angeblich einen "Verkehrsunfall" gehabt hätten. Anderenfalls kämen diese ins Gesfängnis. Es kommt nicht selten vor, dass bei derartigen Betrügereien das Opfer ihre gesamten Lebensersparnisse verliert.

Dem Bundeskriminalamt sind viele weitere Varianten bekannt, mit denen die Täter versuchen an Geld zu kommen. Bei dem vorgefallenen Delikt handelte es sich um einen sogenannten "Enkel- oder Neffenbetrug".

Enkel- oder Neffenbetrug 

Dabei werden meist ältere, allein stehende Menschen telefonisch kontaktiert. Der Täter gibt vor ein Familienmitglied zu sein und bittet um einen Geldbetrag. Das vermeintliche Familienmitglied schickt dann immer einen angeblichen Freund als Geldboten. So etwa läuft diese Art von Betrug ab:

So gehen die Betrüger vor

DER ANRUFER
Das Opfer erhält einen Anruf. Der Anrufer meldet sich ohne seinen Namen zu nennen und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden des Betroffenen. Ältere Menschen gehen meist davon aus, dass es sich beim Anrufer um Verwandte handelt und freuen sich über die nette Ansprache. Fragt das Opfer nach, wer anruft, kommt eine Gegenfrage: der Täter fragt vorwurfsvoll, ob man ihn denn nicht erkenne. Das Opfer zählt dann einige Namen von nahestehenden Personen auf, der Täter wählt davon einen aus. 

DIE NOTLAGE: GELD
Jetzt schildert der Täter seine Notlage: er braucht Geld und möchte sich etwas davon vom Opfer ausleihen. Abholen kann er den vereinbarten Betrag natürlich aus zeitlichen Gründen nicht – er wird einen Freund vorbeischicken. 

DIE GELDÜBERGABE
Meistens finden die Übergabe in der Wohnung des Opfers statt. Der vermeintliche Freund des Verwandten holt das Geld ab. Manchmal stellen die Täter auch Quittungen aus.


präventions-tipps

  1. Brich Telefonate ab, bei denen Geldaushilfen gefordert werden und lass dich nicht auf Diskussionen ein.
  2. Kontaktiere das "vermeintliche" Familienmitglied über dessen richtige Telefonnummer. Bestehe immer auf ein persönliches Treffen – keine "Vertretung" durch einen "Freund".
  3. Lass niemanden in dein Haus, den du nicht kennst. Benutze die Gegensprechanlage und verwende die Türsicherungskette/Sicherungsbügel.
  4. Präge dir das Aussehen der Person ein.
  5. Notiere, wenn möglich, Autokennzeichen, -marke, -type und -farbe.
  6. Erstatte umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. (Notruf 059133).

Kriminalprävention zum Download

weitere Betrugsart:

Ausspähen von Daten

PHISHING.
Dabei wird meist via E-Mail-Verkehr oder betrügerischen Webseiten versucht an persönliche Daten zu kommen – Kreditkartennummern, Kontodaten oder Zugangsdaten zu Email- und anderen Accounts. Meist geben sich die Täter als Bank oder einem Online-Auktionhaus aus. Über einen Link werden die Opfer aufgefordert ihre persönlichen Daten einzugeben. Die Webseiten sehen dabei sehr professionell und seriös aus. 

Die Empfehlungen der Kriminalprävention:

  1. Seriöse Unternehmen oder Bankinstitute fordern dich nicht per Email auf deine persönlichen Daten wie Passwörter einzugeben.
  2. An der Adresszeile des Webbrowsers kannst du oft leicht erkennen, dass es sich nicht um die richtige Website handelt. Bist du dir nicht sicher, gib die Adresse am besten noch einmal manuell ein.
  3. Internetseiten, auf denen man sensible Nutzerdaten eingeben muss, erkennst du an den Buchstaben „https“ in der Adresszeile der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Browser. Sichere Webseiten sind auch an einer grün hinterlegten Adresszeile oder an einem grün hinterlegten Zertifikatszeichen erkennbar, wenn sich der Betreiber einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat.
  4. Verwende Favoriten: Richten wichtige Seiten als Favoriten im Browser ein und verwende nur diese.
  5. Verwende immer Passwörter: Wenn möglich, verwendest du für alle Accounts unterschiedliche Passwörter. So sieht ein gutes Passwort aus.
  6. Sogenannte Passwort-Safes können beim Merken der Codes helfen. 
  7. Bist du dir nicht sicher, ob du selbst ein Passwort geändert hast, dann melde es am besten den Beitreibern der Website. 
  8. Lösche betrügerische Emails unverzüglich.


Quelle: www.bundeskriminalamt.at

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