Der Russland-Ukraine-Konflikt

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Rettungsaktion im Stahlwerk Asowstahl

was bisher geschah - In Europa tobt ein Krieg

Am 24. Februar 2022 marschiert die russische Armee in der Ukraine ein. Präsident Wladimir Putin sagt, er wolle die Ukraine denazifizieren, entmilitarisieren und fordert für die Zukunft einen neutralen Status. Seit dem Tag tobt ein brutaler Kampf um die ukrainischen Großstädte wie Kiew und Mariupol. Die russische Armee trifft auf  heftige Gegenwehr des ukranischen Militärs.

Die EU, die USA und Großbritannien verhängen strenge Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Mit unserem Live-Ticker bleibt ihr immer auf dem Laufenden.

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29.04.2022: Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen vorerst die Bodenangriffe im Osten der Ukraine eingestellt. Im Stahlwerk „Asowstahl“ in Mariupol befinden sich weiterhin Zivilisten. Eine für heute geplante Rettungsaktion soll nun die Menschen aus dem Stahlwerk befreien.  

28.04.2022: Olexij Resnikow, der ukrainische Verteidigungsminister zeigt sich besorgt - er erwartet „äußerst schwierige Wochen". Russische Truppen haben die Angriffe im Osten der Ukraine verstärkt. Laut dem ukrainischen Generalstab würde das russische Militär von allen Seiten angreifen.

27.04.2022: Laut ukrainischen Angaben soll es zu einer Verstärkung von russischen Truppen im Osten des Landes gekommen sein. Das russische Militär wolle so die Offensive beschleunigen. Es soll zu Geländegewinnen durch russische Truppen im Gebiet Charkiw gekommen sein.

26.04.2022: Tag 62 im Krieg Russlands gegen die Ukraine - der russische Außenminister Sergej Lawrow schockt aktuell mit diesen Worten: Für ihn besteht aktuell "eine reale Gefahr eines dritten Weltkriegs".

25.04.2022: Im Osten der Ukraine ist es erneut zu Angriffen durch das russische Militär gekommen. In Richtung Kramatorsk sei es zu Sturmversuchen gekommen. Laut den Angaben des ukrainischen Militärs konnten die Angriffe abgewehrt werden.

24.04.2022: Auch am orthodoxen Osterfest gibt es keine Waffenruhe - Russland hat seine Angriffe weitergeführt. Es ist zu Angriffen auf das Stahlwerk „Azovstal“ in Mariupol gekommen.

23.04.2022: In Odessa ist es nach örtlichen Angaben zu einem Raketenangriff gekommen. Dabei wurden auch Wohnhäuser zerstört. Bei dem Angriff sollen mindestens acht Menschen getötet worden sein.

22.04.2022: Ein Satellitenbild soll ein Massengrab in dem ukrainischen Ort Manhusch zeigen. Laut örtlichen Angaben sollen russische Soldaten rund 9000 Menschen in dem Grab verscharrt haben. Das Gräberfeld befindet sich 20 Kilometer entfernt von der umkämpften Stadt Mariupol.  

22.04.2022: Die Kämpfe im Osten der Ukraine gehen weiter. An mehreren Orten sei es vermehrt zu Angriffen durch russische Einheiten gekommen. Viele Bewohner haben das umkämpfte Gebiet bereits verlassen. Russland habe den Vorschlag, eine Feuerpause aufgrund des orthodoxen Osterfests einzulegen, abgelehnt. 

21.04.2022: Antonio Guterres – Generalsekretär der Vereinten Nationen – will sowohl den ukrainischen Präsidenten Selenskyj als auch den russischen Präsidenten Putin persönlich treffen und eine Waffenruhe erreichen. Eine Antwort, ob ihn die beiden auch empfangen, steht noch aus. 

20.04.2022: Das US-Verteidigungsministerium sieht die jüngsten russischen Angriffe im Osten der Urkraine nur als Vorzeichen einer größeren Offensive Russlands. Außerdem hat das Pentagon verkündet, dass die Ukraine zusätzliche Kampfjets erhalten habe. 

19.04.2022: Die russische Offensive im Osten der Ukraine geht weiter. Laut russischen Angaben sollen sich rund 2500 Separatisten im Stahlwerk „Azovstal“ in Mariupol befinden. Ukrainische Medien berichten, dass auch 1000 Zivilisten in dem Stahlwerk sind. In den umkämpften Orten konnten keine Fluchtkorridore eingerichtet werden. 

18.04.2022: Nach ukrainischen Angaben hat die russische Offensive im Osten der Ukraine begonnen. Betroffen sind insbesondere die Gebiete um Charkiw und Donekz. Auch in Mariopul wird weiter gekämpft. Bis zu 30% der ukrainischen Infrastruktur soll bereits zerstört oder beschädigt sein. 

17.04.2022: Nach ukrainischen Angaben haben sich die 400 verbliebenen Soldaten in Mariupol nicht ergeben, so wie das Russland gefordert hat. Premier Schmyhal sagt, sie werden kämpfen bis zum Schluss. Russland hatte ein Ultimatum bis heute Mittag gestellt. Wer sich nicht ergibt, wird vernichtet, heißt es darin.

15.04.2022: Die Ukraine hat neun Fluchtkorridore im Osten des Landes angekündigt. In den Gebieten Donezk und Saporischschja seien mit den russischen Truppen Routen von Mariupol, Berdjansk, Tokmak und Enerhodar nach Saporischschja vereinbart worden, teilte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Freitag bei Telegram mit. Dazu gebe es Absprachen für Fluchtrouten im Luhansker Gebiet. 

RUSSLAND VS UKRAINE - Worum geht es IM Konflikt?


Es geht um Gebietsansprüche und auch um wirtschaftliche Interessen. Die Ukraine liegt zwischen der EU-Ostgrenze und Russland. Bis 1991 war sie eine von 15 Sowjetrepubliken - also ein Teil der damals riesigen Sowjetunion. Seit deren Auflösung sind die ehemaligen Sowjetrepubliken eigene Staaten. Estland, Litauen und Lettland gehören mittlerweile der EU und der NATO an, die Ukraine dagegen nicht.

Ein größerer Teil der ukrainischen Bevölkerung würde es befürworten, wenn ihr Land der EU beiträte. Viele Menschen aus der Ukraine kommen in die EU, um hier zu arbeiten. Viele arbeiten in der 24-Stunden-Betreuung alter Menschen.

2013 kamen hunderttausende Ukrainer in Kiew zu den Maidan-Protesten zusammen: Sie forderten einen Anschluss der Ukraine an die EU. Die Polizei schritt gewaltsam gegen die Demonstranten ein. Doch es entstand eine Massenbewegung, bei der im Februar 2014 mehr als 100 Demonstrierende getötet wurden.

Russland griff ein und annektierte die zur Ostukraine gehörende Halbinsel Krim im Schwarzen Meer. Dadurch hat Russland völkerrechtliche Verträge gebrochen, in denen die Achtung von Grenzen und die territoriale Integrität festgeschrieben ist.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kommt seitdem nicht zur Ruhe. In der Nordostukraine kämpfen ukrainische Soldaten seit fast acht Jahren gegen die von Russland ausgerüsteten "Separatisten". Um die Städte Donezk und Luhansk herum sind zwei international nicht anerkannte "Republiken" ausgerufen worden.


WAS WILL RUSSLAND?


Seit Anfang 2021 rüstet Russland seine militärische Präsenz an der ukrainischen Grenze auf. 150.000 Soldaten sollen mittlerweile dort stationiert sein. Russland behauptet seinerseits, die Ukraine plane eine Militäroffensive im Donezk-Becken und habe dort tausende Soldaten zusammengezogen.

Russland fordert, dass sich die NATO verpflichten soll, keine weiteren östlichen Staaten aufzunehmen. Die NATO soll außerdem militärische Handlungen auf dem Gebiet der Ukraine und anderer Staaten Osteuropas, des Südkaukasus' und in Zentralasien unterlassen. Außerdem sollen beide Seiten, Russland und die NATO-Staaten, auf die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen an Punkten verzichten, die für die Beteiligten eine Bedrohung darstellen können.


WAS WOLLEN EU & NATO?


Die NATO hatte kein Geheimnis daraus gemacht, die Ukraine als vollwertiges Mitglied in das Militärbündnis aufnehmen zu wollen. Mit der ehemaligen Sowjetrepublik wäre die NATO wieder einen großen Schritt näher an Russland. 

Auch die EU hatte bereits Bestrebungen unternommen mit der Ukraine erste Assoziierungsabkommen abzuschließen. 

Eben diese Bestrebungen der NATO & EU sowei die Interessen Russlands haben zu den Spannungen in der Ukraine und zwischen dem Westen und Russland geführt.

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