Der Dachstein im Klimawandel

Grünen fordern weniger Tagesgäste

Das „ewige Eis“ Ist nicht von Dauer


Jahr für Jahr verliert der Dachsteingletscher mehr von seiner weißen Pracht. Seit Wochen wird daher schon über die Zukunft des „ewigen Eis“ diskutiert. „Der östliche Gletscher der Alpen rinnt gerade den Bach hinunter“, sagt Lambert Schönleitner von den steirischen Grünen. Er fordert deshalb die Reduzierung der Tagesgäste und will auch über eine neue Geschäftsführung nachdenken.

Geschäftsführer der Planai-Bergbahnen kontert

Georg Bliem, der Geschäftsführer der Planai-Bergbahnen, reagiert auf die Kritik des Landtagabgeordneten Schönleitner eher gelassen. Er hat die Höchstgrenze der Tagesgäste bereits im Jahr 2015 freiwillig von 3.500 auf 2.500 reduziert. Diese Zahl wird laut Bliem nur 12- bis 15-mal im Jahr erreicht. Auch der Skibetrieb im Frühling wurde bereits vor 2016 eingestellt und 80% der Besucher bewegen sich nur auf dem Skywalk, der Hängebrücke oder beim Eispalast neben der Bergstation und nicht auf den Gletschern.


Gletscher baut stetig ab

Bereits seit 40 Jahren ist der Gletscher nicht mehr gewachsen. Von 2006 bis 2018 hat er ein Viertel seines Volumens verloren. Für einen gesunden Gletscher braucht es laut Meteorologe Klaus Reingruber zwei Faktoren: Das ist einerseits viel Schnee im Winter und einen nicht zu warmen Sommer. Auch bei der heurigen Massenbilanz wird, trotz des vielen Schnees Anfang des Jahres, vermutlich wieder ein Minus herauskommen.

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