Was bringt das neue Jahr?

pixabay

wir haben den Überblick

Wer ein Auto hat, muss die Geldbörse weiter aufmachen

Beginnen wir also mit der Änderung für die „heilige Kuh“ der Österreicher – dem Auto. „Ihre Heiligkeit“ wird heuer nämlich teurer. Grund dafür ist die neue Formel für die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Je nach CO2-Ausstoß ergibt sich ein Steuersatz in Prozent. Die Formel: „(CO2-Ausstoß – 112) : 5“ klingt vielleicht kompliziert, bedeutet vereinfacht aber, dass "Stinker" schon im ersten Halbjahr teurer werden. Das gilt ab Juli im Übrigen auch für Neuwägen. Wiederholungstäter auch dann: die NoVA!

Wir bleiben beim Auto, wechseln aber zum Strafenkatalog und zum Kleinen Wörtchen "sollte". Denn sollte das geplante Paket umgesetzt werden, werden wohl einige Gas-Füße ihren Bauspar-Vertrag auflösen müssen. Der Strafrahmen soll von derzeit noch 2.180 auf 5.000 Euro erhöht werden. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 40 km/h im Ortsgebiet, oder 50 km/h auf Freilandstraßen soll der Schein statt jetzt noch zwei, dann zumindest vier Wochen weg sein. Und für Wiederholungstäter sollen die Strafen ebenfalls nachgeschärft werden.



Digitaler Führerschein

Der könnte schon im Frühjahr kommen. Alle die ihren Führerschein gerne einmal zuhause liegen lassen, steuern also besseren Zeiten entgegen. Denn die digitale Version fürs Handy ist dann bei einer Verkehrskontrolle ebenfalls zulässig. Die dafür nötige Gesetzesänderung ist schon im Nationalrat beschlossen worden. Wann genau diese Änderung allerdings umgesetzt wird … wie schon gesagt: es könnte noch im Frühjahr passieren. 

auch der „Luft-Verkehr“ bekommt ein Facelift

Betrifft die Piloten von Drohnen. Da wird es künftig 3 Kategorien geben. Und zwar in der Frage der Genehmigungspflicht. Noch dazu gibt’s eine Registrierungspflicht. Also so was wie eine Nummerntafel. Wer also mit seiner Drohne Blödsinn macht, kann leichter identifiziert werden. Noch dazu kommt der Drohnenführerschein. Also eine Einschulung inklusive Online-Test.

Pendlerpauschale für Fahrten mit dem Dienst-Fahrrad

Da gibt’s bei der Fahrtkostenvergütung und dem Kilometergeld gute Nachrichten. Der Öko-Steuerreform sei Dank. Umweltfreundliche Mobilität, also das Fahren mit den Öffis und dem Fahrrad wird steuerbegünstig. Im Detail:  Öffi-Netz- und Zeitkarten werden komplett vom Sachbezug befreit & wer Anspruch auf Pendlerpauschale hat, bekommt die auch wenn ein Dienstfahrrad genutzt wird. Für den Pkw gibt’s seit 1. Jänner 42 Cent pro Kilometer. Fährt man den mit dem Motorrad, gibt’s 24 Cent.

Und sonst noch?

Ab dem kommenden Schuljahr gibt’s (ab der 9. Schulstufe) Ethikunterricht. Auf der Uni heißt es für Anfänger: eine Mindestleistung ist Pflicht. Und der elektronische Impfpass kommt. Wenn auch noch nicht überall.



Änderungen bei Taxifahrten

Bei Taxifahrten gibt es ab Jänner zwei Varianten. Winkst du ein Taxi zu dir oder steigst am Standplatz des Taxis ein, wird wie üblich das Taxameter mitlaufen und somit den Preis für die Fahrt bestimmen. Bestellst du dir das Taxi per Telefon oder App, so soll man den Fahrpreis im Voraus fixieren können und bei der Fahrt läuft das Taxameter nicht mit. Dafür soll es aber einen Mindestpreis von 5 Euro geben. Außerdem gibt es jetzt auch die Möglichkeit von Sammeltaxis. Die Taxi-Branche wehrt sich aktuell noch gegen diese Reform.

Vignettenpreis gestiegen

Um 1,5 % wurde der Preis der Autobahnvignette erhöht. Der neue Jahrestarif für Pkw beträgt 92,50 Euro, für Motorräder 36,70 Euro.

Zollfreigrenze fällt ganz

Bis musste man bei Bestellungen aus Drittstaaten erst ab einem Warenwert von über 22 Euro Zoll entrichten. Diese Zollfreigrenze fällt am 1. Juli in der gesamten EU gänzlich weg. Das bedeutet, dass die Waren dann ab dem ersten Cent verzollt wird. Das bisherige System ist betrugsanfällig – entweder durch Falschdeklarationen oder durch die Aufteilung von Bestellungen in mehrere Sendungen. Das sorgte bisher auch für einen Wettbewerbsnachteil für den Handel gegenüber Versendern insbesondere aus Asien.

Schließfächer werden in einem Register vermerkt

Ab Jänner werden Schließfächer im Kontenregister vermerkt. Das betrifft Depots und Safes in Banken und auch private Anbieter. Nicht vermerkt werden Hotelsafes oder Gepäckverwahrungen auf Bahnhöfen. Im Kontenregister ist vermerkt, welche Konten, Sparbücher und Depots eine Person in Österreich hat. Der Kontostand wird dabei aber nicht übermittelt. Der Kreis der Stellen, die das Kontenregister abfragen dürfen, wird erweitert. In Zukunft haben die Geldwäschemeldestelle und das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) digitalen Zugriff auf die Daten der Konten.



Zuschuss für die Altersvorsorge

Der höchstmögliche Zuschuss für die Altersvorsorge fällt etwas höher aus. Die Obergrenze ist an die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gekoppelt, die höchstmögliche Einzahlung für eine Förderung wird von 2.958 auf 3.057 Euro steigen, der maximale Zuschuss auf rund 130 Euro (nach 126) im Jahr.

Kleine Pension erhöht

Gute Nachrichten gibt es auch für die Bezieher von kleinen Pensionen. Im neuen Jahr gibt es mehr als die doppelte Inflationsabgeltung dazu. Bezüge bis 1.000 Euro werden um 3,5 Prozent angehoben. Bis zu einer Pension von 1.400 Euro fällt die Steigerung auf zuletzt 1,5 Prozent linear ab, ab 2.333 Euro wird sie mit einem Fixbetrag von 35 Euro gedeckelt.

Energie-Netzentgelte steigen

Beim Strom steigen die Netzkosten 2021 im Schnitt um 4,1 Prozent für Industrie, Haushalt und Gewerbe. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden beträgt diese Erhöhung rund zehn Euro im Jahr.

Härtefallfonds & Fixkostenzuschuss

Die Corona-Härtefallfonds stehen auch 2021 noch zur Verfügung. Zum Einen ist das der Corona-Familienhärtefonds für Familien, die wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit Einkommen verloren haben und zum Anderen für neue Selbstständige, freie Dienstnehmer, Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstunternehmer mit bis zu neun Mitarbeitern stehen weiterhin Hilfen aus dem Härtefallfonds bereit. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt pro Monat maximal 2.000 Euro und läuft vorerst bis 15. März 2021. Der Fixkostenzuschuss für Unternehmen, deren Umsatz um mindestens 30 Prozent gefallen ist, kann bis Juni 2021 beantragt werden. Für den Zeitraum September 2020 bis Juni 2021 sind pro Unternehmen bis zu 800.000 Euro Unterstützung möglich. Ebenso kann der Verlustersatz, der seit kann in einer Höhe bis zu drei Millionen Euro weiterhin beantragt werden.


Tags