Corona-Virus Livestunde

Hier zum Nachhören/Nachlesen

Coronavirus in der Steiermark

Mittlerweile betrifft uns das Coronavirus in sehr vielen Bereichen unseres Lebens. Deshalb sind auch noch viele Fragen offen.  In einer Livestunde sind eure Fragen von Landeshauptmann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stellvertreter Lang, Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauss und Dr. Klaus Vander beantwortet worden.

Moderiert wurde die Livestunde von Antenne Muntermacher Thomas Axmann und Chefredakteur der Kleinen Zeitung Hubert Patterer.


Hier haben wir für dich die wichtigsten Infos zusammengefasst:

Schließung von Schulen

Warum werden Schulen überhaupt geschlossen? 

Das Land Steiermark betont, dass drastische Situationen drastische Maßnahmen bedeuten. Mit der Schließung von Schulen sollen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und Großeltern geschützt werden. Da das Coronavirus ein „Tröpfchenkrankheit“ ist, sei kein Kontakt zu anderen innerhalb eines Meters empfohlen. Deshalb mache die Schließung von Schulen auch Sinn, so die Politik.

Warum Schließen Oberstufen schon am Montag, Unterstufen, Volksschulen und Kindergärten erst ab Mittwoch?

Die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß betont, dass jede Entscheidung gut durchdacht werden muss. Oberstufenschüler können ohne Betreuung daheim bleiben. Für alle jüngeren Schüler brauche es gesonderte Maßnahmen, deshalb gibt es erst ab Mittwoch Schließungen. Alle betroffenen Kinder unter der Oberstufe, können aber in Schulen und Kindergärten gehen, wenn zuhause keine Betreuung notwendig ist. Eltern, die genau jetzt für das Gesundheitssystem unersetzlich sind – zum Beispiel Ärzte, Pfleger etc. – können nur schwer daheim bleiben. Deshalb bleibt eine teilweise Betreuung in den Schulen und Kindergärten auch aufrecht.

 Wie sieht es mit Entgeltfortzahlungen aus, wenn du mit deinem Kind daheim bleiben musst/sollst?

Die steirische Landesregierung ist in Kontakt mit den Sozialpartnern. Es gibt Gespräche, dass der Bund alle anfallenden Kosten übernehmen soll. So kommen weder Arbeitnehmer noch -geber finanziell zu Schäden. Die steirische Politspitze fordert auch finanzielle Hilfe von der Europäischen Union. Wie die Entgeltfortzahlung genau ausschauen könnte, steht aber noch nicht fest.


Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Verkehr muss gesetzlich aufrechterhalten werden. Auch zu Zeiten des Coronavirus. Kritischer könnte die Lage werden, wenn Fahrer von Bussen beispielsweise krankheitsbedingt ausfallen. Dann wird die Taktung so nicht gehalten werden können. Derzeit kann das Land Steiermark aber gewährleisten, dass die Verbindungen normal angeboten werden.

Mikrobiologe Klaus Vander rät allerdings, nicht mit den Öffis zu fahren, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Die Ansteckungsgefahr ist in öffentlichen Verkehrsmitteln natürlich höher, als im eigenen Auto oder mit dem Fahrrad.

 

Die Lage in Krankenhäusern

Auch bei diesem Thema betont das Land, für etwaige Entwicklungen gerüstet zu sein. In Hartberg sind beispielsweise 34 Mitarbeiter der internen Abteilung in Heimquarantäne geschickt worden. Genau auf diese Szenarien ist das Land vorbereitet. Gerüchte, dass Krankenhäuser nur mehr zwei Wochen den Betrieb aufrechterhalten können, räumen die Entscheidungsträger aus dem Weg.


Situation wie in Italien nicht auszuschließen

In Italien sind bereits Geschäfte geschlossen worden. Die steirische Polit-Spitze betont, dass es auch bei uns soweit kommen kann. Allerdings nur dann, wenn es auch unbedingt notwendig ist. Derzeit wird stündlich entschieden, wie es mit weiteren Maßnahmen aussieht.

Hamsterkäufe sind derzeit nicht notwendig, betonen die Experten. Einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln sollte jeder aber auch ungeachtet des Coronavirus zuhause haben.


Die Fragestunde zum Nachsehen:

 Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

 Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang

 Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauss

 Dr. Klaus Vander

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