Corona und Krankenhäuser

Neue Maßnahmen in Spitälern

Die Corona-Situation spitzt sich zu. Das bekommen die KAGes Spitäler deutlich zu spüren. Deshalb gilt ab heute wieder ein komplettes Besuchsverbot.

Dieses Besuchsverbot dient nicht mehr nur zum Schutz gegen eine Überauslastung der vorgehaltenen Betten für an COVID-19 erkrankte Patienten, sondern insbesondere auch dem Schutz des medizinischen und pflegerischen Personals.

Wenn die Infektion mit dem SARS-CoV-2 weiter in die Spitäler vordringt und noch mehr Personal erkrankt oder als Kontaktpersonen abgesondert werden, kann es zu personellen Engpässen kommen. Die würde nicht nur die Behandlung der COVID-19-Patienten erschweren, sondern auch auf alle anderen Bereiche der Patientenversorgung durchschlagen. Das muss verhindert werden!

Solange sich die Tendenz eines steilen Anstiegs bei den Infektionen in Österreich nicht ändert, sind Besuchsverbote die einzige Möglichkeit, Patienten und Personal im Krankenhaus verstärkt zu schützen. 

Sämtliche Ausnahmen, die dem Wohl der Patienten dienen, bleiben aufrecht. Insbesondere sind dies die Verabschiedung von Sterbenden; Väter zur Begleitung bei der Geburt; Besuche bei Palliativ- und Hospizpatienten; Besuche der Eltern bei Kindern, wenn erforderlich; unbedingt notwendige Besuche, die für das Wohl des Patienten unabdingbar sind.

KAGes Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg im Antenne Interview:


Zig Mitarbeiter infiziert

Im Krankenhaus Judenburg gelten 90 Mitarbeiter als Kontaktperson 1. Das bedeutet, sie müssen auch ohne Symptome für 10 Tage in Quarantäne. In Wagna sind es 40 Mitarbeiter, die sich mit COVID-19 infiziert haben. Weil das Personal an den beiden Standorten extrem ausgedünnt ist, gibt es dort vorübergehend sogar Aufnahmestopps. Dort sind vorerst nur noch die Ambulanzen offen.


Kommt es zu OP Verschiebungen?

Bisher können noch so gut wie alle terminisierten OPs durchgeführt werden. Nur einzelne OPs haben bisher verschoben werden müssen. Die Lage kann sich aber schnell ändern.

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