Brummtöne in der Steiermark

Betroffene erzählen von ihrem Leiden

Hinweise in der Steiermark häufen sich


Aus mehreren Regionen der Steiermark melden sich Menschen, die unter Infraschall-Belastung leiden. Also unter Lärm, der nicht zu hören ist.

Dabei handelt es sich um tiefe Töne (in der Regel ab einer Frequenz unter 20 Hertz), die eben nicht mit dem Gehör wahrgenommen werden können, aber körperliche und mentale Anstrengungen verursachen.
Betroffene erzählen von Schlafstörungen, Herzrasen, Muskelzucken, Tinnitus, Konzentrationsschwierigkeiten und weiteren Beschwerden.

Verursacht können solche Geräusche durch die Natur werden, wie Meeresrauschen, Erdbeben oder Lawinen, aber auch durch technische Quellen wie Autos, Flugzeuge, Windkraftanlagen, Maschinen aus der Industrie etc.

Laut eines Berichtes des Mitteldeutschen Rundfunks schätzen Wissenschaftler, dass 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen sein könnte.

Behörden in der Steiermark wurden bereits vor längerer Zeit informiert, aber bis jetzt hat sich noch niemand als zuständig gesehen, weil auch die gesetzliche Grundlage dafür fehlt. In Deutschland setzt man sich schon länger und intensiver mit dem Phänomen auseinander.

"Hilfeansuchen an die Gemeinden Deutschlandsberg und Frauental, sowie an die Bezirkshauptmannschaft, sind ins Leere gelaufen"

Sowohl bei den umliegenden Gemeinden, als auch bei der Bezirkshauptmannschaft hat die betroffene Familie Lenz um Hilfe angesucht. Auch Umweltanwältin Ute Pöllinger konnte vorerst aufgrund der Aussagen alleine nichts unternehmen.

Deswegen hat Familie Lenz einen auf "Brummtöne" spezialisierten Akkustiker beauftragt, der Messungen durchgeführt und festgestellt hat, dass tieffrequente Infraschall-Geräusche vorhanden sind. Bereits mehrere tausend Euro hat die Familie ausgegeben, um ihr Leiden zu beweisen. Diese Messungen haben zu umliegenden Firmen geführt, die als "Verursacher" verdächtigt werden. 

Mittlerweile wurde auch seitens des Landes Messungen durchgeführt. Auch hier hat man die Frequenzen festgestellt, aber trotzdem wurden bis jetzt keine weiteren Handlungen gesetzt, weil aus gesetzlicher Sicht die Dezibelgrenzen nicht erreicht worden sind, so Manuela Lenz.

Große Hoffnung setzt die Familie jetzt auf den juristischen Dienst der Umweltanwaltschaft des Landes Steiermark. Hier möchte sich nun ein Jurist der Sache annehmen.

Betroffene Manuela Lenz aus Deutschlandsberg im Interview mit Steiermark Reporter Roland Schmidt


Auch eine Familie aus Ardning (möchte anonym bleiben) leidet unter Infraschall-Belastung und sucht bereits seit 40!!! Monaten um Hilfe. Jedoch auch hier will oder kann der Familie niemand wirklich helfen.

Während in Deutschlandsberg Maschinen umliegender Unternehmen in Verdacht stehen, glaubt man in Arding, dass der Lärmverursacher die Hochspannungsleitung ist.

Einmal hat es einen Stromausfall gegeben, wo wir in diesem Zeitraum keine Belastungen wahrnehmen haben können

Die Familie hat bereits die Heizung im eigenen Haus genauer untersucht, Teile tauschen lassen, die Wasserleitung über Naht drucklos gemacht, den Kanal entkoppelt, das Haus stromlos geschalten... usw.
Hilfe hat es bis jetzt aber nur von der Fernmeldebehörde gegeben, die mehr als ein Jahr der Ursache auf den Grund gegangen ist, Messungen durchgeführt hat, sogar Bahngleise kurzzeitig stromlos geschaltet hat.
Gebracht hat es leider nichts. Die Familie leidet weiter. 

Auch das Land Steiermark habe Messungen durchgeführt und festgestellt, dass es sich um Infraschall handelt, aber die zuständige Elektrobehörde verhalte sich sehr "zaghaft", so der betroffene Familienvater.

Wir sind auf taube Ohren gestoßen oder man hat gar nicht mehr abgehoben, als wir angerufen haben

Betroffener Familienvater aus Ardning im Interview mit Steiermark Reporter Roland Schmidt



KOntakt "Plattform BRUMMTON-BELASTETE-MENSCHEN-STEIERMARK":


Manuela Lenz: brummtonplattform@gmx.at




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