Blutspenden rettet Leben

Antenne

Wie einfach "Gutes tun" geht!

Blutspenden rettet Leben

In der Steiermark spenden viel zu wenig Menschen Blut. Dadurch entstehen bei der Blutbank auf  der Uniklinik in Graz teils Engpässe, verschobene Operationen sind daraus das Resultat. Muntermacher Thomas Seidl hat sich das ganz genau angesehen – von der eigenen Blutspende bis zur Aufbereitung der Konserven.



Warum Blutspenden?

Absolut jeder von uns kann in eine Situation kommen, in der man eine Bluttransfusion benötigt – sei es nach einem Unfall oder bei Krankheit. Alleine in der Steiermark werden jährlich rund 66.000 Blutkonserven benötigt, um den Bedarf zu decken. Leider gibt es zu wenige Spender, um auf die benötigten Blutreserven zurückgreifen zu können. Mit einer Spende hilft du unmittelbar deinen Mitmenschen, ohne selbst Geld in die Hand nehmen zu müssen. Mit einem Zeitaufwand von unter einer Stunde wird man zum potenziellen Lebensretter. 

Wer darf Blutspenden?

 In Österreich dürfen gesunde Frauen und Männer ab dem 18. Lebensjahr alle acht Wochen spenden, ein Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm ist Voraussetzung. Wichtig: Lichtbildausweis mitnehmen – der Spender muss vor dem Blutabnehmen eindeutig identifiziert werden. Der Grund: Wenn im Blut Verunreinigungen oder gar Krankheiten entdeckt werden, kann der Betroffene darüber informiert und in weiterer Folge behandelt werden. 

Wie wird Blut gespendet?

 

  1. Termin finden! Das geht aber ganz leicht: Entweder über die neue Blutspende-App vom Roten Kreuz oder hier darüber informieren, wo und wann in der Steiermark Blutspendeaktionen veranstaltet werden. 
  2. Vor Ort den Spenderfragebogen ausfüllen. Dieser Fragebogen enthält Fragen zur Gesundheit und des Lebensstils. Das ist daher wichtig, da der Schutz von Spender und Empfänger an erster Stelle steht.
  3. Danach geht es weiter zum Blutdruck- und Körpertemperaturmessen, ein Vorabgespräch mit einem Arzt, Feststellen des Eisengehalts im Blut und und und. Quasi eine kleine Gesundenuntersuchung – praktisch!
  4. Anschließend spendet man sein Blut. Dort werden rund ein halber Liter Blut abgenommen, der ganze Prozess steht selbstverständlich unter ärztlicher Aufsicht und dauert nie länger als 10 Minuten!
  5. Ab zum Snacken. Meistens gibt es Brote, Süßes etc. Hat man sich dann auch verdient.

 

Es gibt auch andere Spendemöglichkeiten

 

Stammzellenspende

Aus den Stammzellen bildet der Körper Blutzellen. Wenn man an einer schweren Bluterkrankung, wie z.B. Leukämie, leidet, muss das Knochenmark durch Chemotherapie zerstört werden. Danach brauche die Patienten gesunde Stammzellen, um dieses Knochenmark wieder herstellen zu können. 

Thrombozytenspende

Ohne Thrombozyten (Blutplättchen) würde man als Mensch verbluten. Sie werden von Patienten benötigt, deren Knochenmark und damit die Blutzellnachbildung geschädigt ist.


Gespendet werden kann direkt an der Uni-Klinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin (UBT) - mehr Infos zur Stammenzellenspende gibt es hier - Infos zur Thrombozytenspende hier!

Blutspenden - der Selbstversuch!

Im Kursaal in Laßnitzhöhe hat sich Muntermacher Thomas Seidl dazu entschlossen, zum allerersten Mal in seinem Leben Blut zu spenden. 

Die Erkenntnis:

Blutspenden tut nicht weh, es geht schnell und bringt einem, wie oben im Text schon angeführt, richtig viele Vorteile!

Was mit unserem Blut passiert!

Nach der Blutspende bringt das Rote Kreuz Steiermark die Vollblutkonserven an das Universitätsklinikum Graz. Dort wird es dann direkt am UBT (Universitätsklinikum für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin) "in Form" gebracht. Das UBT ist für die gesamte Blutversorgung in der ganzen Steiermark verantwortlich.

Zuerst wird das Blut zentrifugiert, gespalten, verarbeitet und schockgefroren. Zeitgleich werden die mitgelierferten Proben anaylsiert. Untersucht wird das Blut auf mögliche Viren und Erreger, die über das Blut übertragen werden können.

Sind die Proben negativ und enthalten keine Viren oder Erkrankungen wie zum Beispiel HIV, Hepatitis B oder Syphilis, werden die Erythrozyten (Roten Blutkörperchen) katalogisiert, eingeordnet und bis zur Weiterverwendung kühl gelagert.

Tags