Blitzschutz und Blitzableiter

Adrian Michael

Steiermark ist das Blitz-Land Nummer 1

Die Steiermark ist das Blitz-Land Nummer 1. 

Alleine im letzten Monat haben über 12.500 Blitze in unserem Bundesland eingeschlagen. Zum Vergleich: Im Juni 2017 waren es nur 7.600. 

Aktuell sind im Jahr 2018 über 24.000 Blitze registriert worden. Die meisten davon im Bezirk Weiz. Am wenigsten Blitzt es dafür in der Südost-Steiermark. In den letzten 10 Jahren fällt das Jar 2009 auf mit über 92.000 gemessenen Blitzen. Der Schnitt liegt pro Jahr bei ca. 45.000 Blitzen.

Gesetzlich vorgeschrieben

Gesetzlich vorgeschrieben ist der Blitzschutz in Österreich zwar nur in Industrie und Gewerbe – aber auch jedes Einfamilienhaus sollte einen Blitzschutz haben. Der sollte auch regelmäßig überprüft und gewartet werden.

Aber wie funktioniert ein Blitzschutz oder Blitzableiter eigentlich?



So funktionieren Blitzschutz und -ableiter

Ein Blitzableiter besteht aus einem zugespitzten Metallstab, der über einen dicken Kupferdraht an der Außenseite eines Gebäudes mit einer im Erdreich vergrabenen Bodenplatte verbunden ist. Der Blitzableiter auf dem Dach eines Gebäudes soll den Blitz abfangen.

Wenn der Blitz auf diese Weise in die Erde abgeleitet wird, besteht für das Gebäude keine schwerwiegende Gefahr mehr. 

Starke Blitzeinschläge

Bei starken Blitzeinschlägen können jedoch durch ebenfalls geerdete andere Leitungen Überspannungsschäden entstehen und Elektrogeräte zerstört werden.Auch der Blitzschutz selbst könnte beschädigt werden. Deshalb ist es wichtig die Blitzschutzanlage regelmäßig überprüfen zu lassen.

Wann sollte ich meine Blitzschutzanlage überprüfen?

Gewerbebetriebe: alle 1 bis 3 Jahre. Ausnahmen: explosionsgefährdete Räume sind jährlich zu prüfen. (Lackierhallen, Sägemehlsilos, Aschenbunker)

Industriebetriebe: alle 1 bis 2 Jahre, Ausnahmen: explosionsgefährdete Räume sind jährlich zu prüfen. (Lackierhallen, Sägemehlsilos, Aschenbunker)

Kommunalbauten: alle 2 bis 3 Jahre, je nach Bauvorschrift.

Landwirtschaften: alle 4 Jahre.

Private Haushalte: alle 2 bis 4 Jahre, durchschnittliches Prüfungsintervall 3 Jahre – keine Vorschreibung durch öffentliche Stellen.

Wurde am Haus etwas dazu gebaut oder verändert, z.B. Edelstahlkamin, Dachgeschoßausbau mit Dachneueindeckung, wird dafür wieder ein neuer Blitzschutz benötigt.

Bei einer Prüfung durch eine Blitzschutz-Fachkraft wird folgendes überprüft.

– Messung des Erdausbreitungswiderstandes

– Messung des spezifischen Erdwiderstandes mittels Sonden

– Prüfung gemäß ÖVE-Ö-NORM 62305-4*

*Die ÖVE-Ö-NORM 62305-4 ist eine Norm die folgende Anforderungen enthält:

– Der Schutz einer baulichen Anlage gegen physikalische Schäden mit einem Blitzschutzsystem

– Der Schutz gegen Verletzungen von Personen durch Berührungs- und Schrittspannungen in der Nähe eines Blitzschutzsystems


Weitere Informationen und Kontakte finden Sie hier.


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