Bergung der Murtalbahn

Steiermarkbahn

Termin für die Bergung steht fest

32 Tonnen Triebwagen wird geborgen


Am 9. Juli entgleiste die Murtalbahn und dabei stürzte ein Triebwagen in die Mur. Die Bergung des 32 Tonnen schweren Waggons ist nicht gerade einfach und stellte die Experten vor eine große Herausforderung. Das Datum steht jetzt aber endlich fest: Am 6. August soll der Triebwagen aus der Mur gezogen werden.

So wird die Bergung erfolgen

Der verunfallte Triebwagen wird von der in Fließrichtung rechten Uferseite mittels eines mobilen Schwerlast-Raupenkranes geborgen. Dabei wird der Triebwagen in seitlicher Position liegend angehoben, über den Fluss geschwenkt und auf einen Schwerlasttransporter verladen.


Aktueller Stand der Vorarbeiten zur Bergung des VT31. © Steiermarkbahn

Der Ausleger des Raupenkranes wird das 32-Tonne schwere Treibfahrzeug „VT31“ im ersten Schritt etwa in 67 Metern Entfernung vom Flussboden abheben. Danach wird das Triebfahrzeug näher an die Standfläche des Kranes herangeführt und über die Uferböschung, die angrenzende Wiese sowie über die etwa neun Meter hohe Geländekante auf Straßenniveau geschwenkt. In weiterer Folge wird das Triebfahrzeug in Zufahrtsnähe auf festem Untergrund zwischengelagert. In dieser Position liegend soll der VT31 eingehend inspiziert und für das „Aufdrehen“ (bis dahin befindet er sich in seitlicher Position) vorbereitet werden. Zur Unterstützung des 600-Tonnen Raupenkranes befindet sich zusätzlich ein zweiter Mobilkran vor Ort. Im Zusammenspiel beider Kräne wird das Triebfahrzeug in einem nächsten Schritt aufgerichtet, in seine angestammte Lage gebracht, auf einen Schwerlast-LKW gehoben und dort schlussendlich zum Abtransport gesichert. Diese Bergemaßnahmen werden mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Umfangreiche Begleitmaßnahmen

Die für diese komplexe Bergung nötigen Begleitmaßnahmen sind gleichsam schwierig wie umfangreich. So musste in den vergangenen Tagen eine ausreichend tragfähige Plattform für die Mobilkräne errichtet werden. Der verunfallte VT31 wird gleisseitig durch Stahlseile gegen ein ungewolltes Abdriften durch den anströmenden Wasserdruck gesichert werden. Die Bahnstrecke zwischen Murau und Tamsweg wird für den Tag der Bergung (6. August) komplett gesperrt und wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

„Dank des hervorragenden Zusammenwirkens mit den Kollegen der Steiermärkischen Landesbahnen, den Einsatzorganisationen vor Ort und der auf derlei Hebearbeiten spezialisierten Fachfirma konnten wir die Vorbereitungsarbeiten hochprofessionell abwickeln und wir gehen davon aus, dass diese komplexe Bergungssituation nun auch bestmöglich zu Ende gebracht werden kann“, so der Steiermarkbahn-Geschäftsführer Gerhard Harer

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