Bahnübergänge als Gefahr

So werden Bahnübergänge gesichert

In den vergangenen Jahren haben sich mehrfach Kollisionen zwischen Autos und Zügen ereignet. Erst am Montag den 17. September stießen an einem unbeschrankten Bahnübergang in Köppling ein Schulbus und ein Zug zusammen. Am 18. September kollidierte ein Zug mit einem Linienbus in Graz im Bereich Heuberggasse/Grottenhofstraße auf einem Bahnübergang. 

Aufgrund dieser Vorfälle stellen viele sich die Frage, wie wird darüber entschieden, welche Sicherungen an den Bahnübergängen angebracht werden.

Paragraph 5 der Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012 sagt, dass bei JEDEM EINZELFALL die Behörde (das Land Steiermark) entscheiden muss, welche Art der Sicherung an einen Bahnübergang gebaut wird. Es kann auch über die Schließung eines Übergangs entschieden werden.

Es gibt 5 verschiedene Arten von Sicherung:

1. Gewährleisten des erforderlichen Sichtraumes
2. Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug 
3. Lichtzeichen (Ampel)
4. Lichtzeichen mit Schranken oder
5. Bewachung

Welche Sicherung ist die Richtige?

Bei der Entscheidung kommt es auf die Verkehrsdichte, das gefahrene Tempo vor Ort und auf topografische und bauliche Begebenheiten an (ob da zum Beispiel Bäume oder Sträucher stehen).

Kosten der neuen Anlage führen oft zu streit

Über die Kosten einer neuen Anlage müssen sich Bahnbetreiber und Straßenerhalter einigen. Einigen sie sich nicht, müssen beide Parteien die Hälfte übernehmen – dazu kommen aber noch die Betriebskosten. 

In der Kostenfrage für Bau und Erhaltung solcher Bahnübergänge kommt es oft zu Streitigkeiten vor Gericht. 2014 klagte die GKB neun Gemeinden, darunter auch die Stadt Graz, auf 3,5 Mio Euro für Erhaltung und Sicherung der Bahnübergänge. Der Präsident des steirischen Gemeindebundes Erwin Dirnberger forderte damals den Bund auf, die Kosten zu 100 Prozent zu übernehmen, da die Gemeinden so hohe Forderungen nicht tragen konnten.

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