Ausbaustopp der A9

Ministerin Gewessler zieht die Bremse

13. Jänner 2022 - Präsentation einer Umfrage


Die Wirtschaftskammer Steiermark und der Steirische Gemeindebund haben eine Umfrage präsentiert, in deren Rahmen 2.182 betroffene Unternehmen sowie Bewohner im Zentralraum Graz und der Südsteiermark zum dreispurigen Ausbau der A9 Pyhrnautobahn zwischen Graz und Leibnitz befragt worden sind.

Das Ergebnis ist deutlich: 88 Prozent befürworten den Ausbau.

Der Verkehrsclub Österreich stellt sich hingegen auf die Seite der Verkehrsministerin und auch der steirische Verkehrslandesrat Anton Lang sieht die Prioritäten nicht im Ausbau der Autobahn.

Eindämmung des Bodenverbrauchs


Der geplante dreispurige Ausbau der A9 zwischen Graz und der Südsteiermark fällt ins Wasser. Verkehrs- und Klimaministerin Leonore Gewessler zieht die Bremse. Ein solches Projekt ist im Sinne der Eindämmung des Bodenverbrauchs nicht machbar. Stattdessen will man den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Süden von Graz laut Ministerium umsetzten.  

Viele können die Entscheidung der Ministerin aber nicht verstehen. Auch Joachim Schnabel, der Nationalratsabgeordnete und Bürgermeister von Lang, kann es nicht nachvollziehen. Fakt sei, dass die Autobahn laut einer ASFINAG Studie ab dem Jahr 2027 dauerhaft überlastet sein wird. Auch die Koralmbahn wird weiteren Schwerverkehr generieren und dazu führen, dass mehr Pendler auf Landes- und Gemeindestraße ausweichen werden.

Bürgermeister von Kalsdorf, Manfred Komericky, findet das einen "absoluten Rückschritt" für Kalsdorf. Die Autobahn ist ein Verkehrsträger und sehr wichtig für die Entlastung des Ortzentrums und die Umgebung. Außerdem betont er: "Ich bin der Erste, der für die Umwelt eintritt. Umwelt und Nachhaltigkeit müssen ein starkes Thema sein. Die Wirtschaft braucht aber auch ihre Wege. Die Eisenbahn ist gut, man bringt aber nicht alles auf die Bahn."

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