Aufregung um KAGES-Richtlinie

Verletztes Kind wurde nicht behandelt

Das sieht die neue richtlinie vor

Kinder bis zum 10. Lebensjahr sollen in „normalen“ Chirurgie-Ambulanzen keine Behandlung mehr bekommen, wenn sie Verletzungen an Kopf, Rumpf oder Extremitäten haben. Grund: Dafür braucht es Kinderchirurgen, um eine möglichst gute Behandlung zu garantieren. 

Verletztes Kind wurde nicht behandelt

Die kleine Hannah (6) aus Judenburg ist mit dem Kopf auf einen Tisch aufgeschlagen und hat sich an der Lippe verletzt. Ihre Mutter Claudia Bauer, ist mit ihr gleich ins LKH Judenburg gefahren. Dort wurde Hannah allerdings nicht versorgt. Schuld ist die neue KAGES-Richtlinie. Hannah und ihre Mutter wurden mit der Rettung auf die Kinderchirurgie nach Graz gebracht. Erst dort wurde die verletzte Lippe behandelt. Für Claudia Bauer ist das unlogisch:


Wir haben bei der KAGES nachgefragt und gute Nachrichten für alle Eltern. In Einzelfällen können die Kinder wieder in den Regions-Spitälern behandelt werden. Dazu muss der Arzt allerdings vorab mit einem Kinderchirurgen sprechen. Dieser bestimmt darüber, ob es einen Spezialisten braucht, oder ob der Arzt aus dem Regions-Spital behandeln darf. "Kleinere" Verletzungen können somit in den Regionen versorgt werden.