Aufpassen bei Phishing-Anrufen

So schützt du dich

Derzeit machen zahlreiche sogenannte Ping- bzw. Phishing-Anrufe die Runde. Hinter den Anrufen stecken Betrüger. Wenn du zurückrufst, kann das sehr teuer werden.

Was sind Ping- bzw. Phishinganrufe?

Sogenannte Ping- bzw. Phishing-Anrufe sind in der Regel Anrufe ausländischer Nummern von Betrügern. Per Zufall rufen sie Handynummern an und legen meist nach nur ein- oder zweimal Läuten wieder auf. Auch, wenn du abheben solltest. Ziel der Betrüger ist es, dass sie zurückgerufen werden. Wenn du zurückrufst, landest du oft in einer Warteschleife oder hörst nur verschiedene Hintergrundgeräusche. Der Betrug dabei: der Rückruf kostet meist pro Minute Geld.

Wie kannst du dich davor schützen?

Das Sicherste, das du machen kannst, ist einfach nicht zurückzurufen. Auf diese Weise entstehen keine Kosten. Bist du dir nicht sicher, ob du die Nummer nicht vielleicht doch kennst, kannst du sie einfach bei Google suchen. Wenn es eine seriöse Nummer ist, wird sie einfach zu finden sein. Ist es keine seriöse Nummer, gibt es einige Websites mit Beurteilungen der Nummer.

Du kannst die Nummer auch in deinen Handyeinstellungen blockieren. Bei Android-Phones gibt es einen eigenen Belästigungsfilter mit Abfangregeln und einer sogenannten Schwarzen Liste. Hier kannst du festlegen, welche Nummern gesperrt werden sollen. Bei iOS können Nummern unter Einstellungen->Telefon->Anrufe blockieren und identifizieren blockiert werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, Mehrwertnummern direkt beim Mobilfunkanbieter sperren zu lassen. Aber aufpassen: Betrüger rufen öfters mit normalen Nummern an. Rufst du dann zurück, wirst du automatisch zu einer Mehrwertnummer weitergeleitet. Da schützt dich auch die Sperre nicht.

Im App- und im Play-Store gibt es auch Apps wie zum Beispiel CleverDialer, CIA App oder Calls Blacklist. Die können anzeigen, ob es sich um einen Phising-Anruf handelt oder nicht. Der sicherste Schutz ist das allerdings nicht.

Bei diesen Nummern solltest Du weder zurückrufen noch abheben (Auszug vieler Nummern):

Gefährlich sind im Regelfall vor allem folgende Vorwahlen:

Auch bei der Vorwahl +01 solltest du aufpassen. Hier ist es oft schwer zu erkennen, ob es sich um einen Phishing-Anrufe handelt, weil wir diese Vorwahl auch in Österreich haben.

Was kannst du tun, wenn du bereits zurückgerufen hast?

Laut Konsumentenschutz der steirischen Arbeiterkammer stehen die Chancen schlecht, sein Geld zurückzubekommen. Es gibt zwar die Möglichkeit, bei der Telefongesellschaft und der Regulierungsbehörde Einspruch zu erheben oder auch eine Betrugsanzeige bei der Polizei zu erstatten, im Regelfall bekommst du dein Geld aber nicht zurück.

Der Grund: Die Betrüger wechseln ständig die Handynummern. So ist es nur schwer möglich, die Täter zu finden.

Dennoch rät der Konsumentenschutz, Einspruch zu erheben oder eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Man kann nie wissen, ob die Betrüger nicht vielleicht doch gefunden werden. Die Frist für einen Einspruch liegt dabei bei 3 Monaten.

Medien

Tags

Sponsoren