Auf der Suche nach Impfstoff

Ein Immunologe erklärt den weiten Weg

Über 79 Forschungseinrichtungen suchen derzeit nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Das zeigt eine Übersicht des Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA). Eine Forschungseinrichtung davon ist die Med-Uni Wien, in der Immunologe Rudolf Valenta gemeinsam mit seinem Team und dem Unternehmen Viravaxx derzeit fast rund um die Uhr an einem Mittel gegen Sars-Cov-2 forscht.


ANTIKÖRPER FORSCHUNG

An der Med-Uni Wien werden derzeit vor allem Antikörper untersucht. Die große Frage ist hier, ob COVID-19 Genesene Antikörper entwickeln, die eine sogenannte "schützender Immunität" versprechen. Nur das würde nämlich bedeuten, dass man nach einer Ansteckung zumindest eine Zeit lang davor geschützt ist, wieder an COVID-19 zu erkranken. Mit den Ergebnissen könnte dann auch weiter an einem Impfstoff gearbeitet werden.


BLUTSPENDER GESUCHT

Um die Antikörper-Forschung und damit die Forschung an einem Impfstoff zu fördern, können ehemalige COVID-19 Patienten helfen. Diejenigen, die seit mindestens 10 Wochen genesen sind, können mit einer Blutspende an der Med-Uni Wien helfen. Erste Auswertungen von Probanden erwartet Valenta am 11. Mai.


INTERNATIONALER AUSTAUSCH

Ähnlich wie in Wien dürften auch die Forschungen in den anderen 78 Einrichtungen verlaufen. Trotzdem gibt es laut Valenta einen gewissen Austausch, weil die neuesten Forschungsergebnisse immer veröffentlicht werden. Damit helfen sich die Forscher über die Grenzen hinaus gegenseitig bei der Erforschung eines Impfstoffs. Trotzdem spricht Valenta im Interview von einem sportlichen Wettkampfgeist, der international herrscht.

STEIERMARK REPORTER MARKUS TERRANT HAT MIT RUDOLF VALENTA ÜBER DEN PROZESS DER IMPFSTOFFSUCHE GESPROCHEN.

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