Arbeits- und Sozialrecht

Das ändert sich ab diesem Jahr!

Das neue Jahr bringt für Arbeiter und Angestellte einige Neuerungen mit sich. Die wichtigsten Änderungen haben wir hier für dich zusammengefasst:

Angleichung von Arbeitern und Angestellten

Mit dem BGBl I 2017/153 vom 13.11.2017 wurde eine weitgehende Angleichung der Rechtsstellung von Arbeitern und Angestellten vom Nationalrat beschlossen. Die Neuerungen werden schrittweise in den Jahren 2018 bis 2021 in Kraft treten und betreffen insbesondere Änderungen der Regeln zur Entgeltfortzahlung.

Angleichung der Entgeltfortzahlung im Krankenstand

Die einheitliche Entgeltfortzahlung für Arbeiter und Angestellte lässt sich somit folgendermaßen darstellen:

DienstjahrAnspruch bei KrankheitAnspruch bei Arbeitsunfall und Berufskrankheit
Im 1.6 Wochen voll
4 Wochen halb
8 Wochen
Ab dem 2.8 Wochen voll
4 Wochen halb
8 Wochen
Ab dem 16.10 Wochen voll
4 Wochen halb
10 Wochen
Ab dem 26.12 Wochen voll
4 Wochen halb
10 Wochen

Die Angleichungen treten mit 01. Juli 2018 in Kraft und finden auf Dienstverhinderungen Anwendung, die in Arbeitsjahren eintreten, die nach dem 30. Juni 2018 beginnen.

Ersatz der Internatskosten für Lehrlinge

Bisher hatte der Lehrberechtigte dem Lehrling nur dann und insoweit Internatskosten zu ersetzen, als diese höher waren als die Lehrlingsentschädigung. Mit 01. Jänner 2018 sind dem Lehrling die vollen Internatskosten vom Lehrberechtigten zu be­zahlen.

Erweiterung des Nichtraucherschutzes

Mit dem Arbeitnehmerschutz-Deregulierungsgesetz 2017 wurde der Nichtraucherschutz erweitert. Somit haben Arbeitgeber bis 30. April 2018 dafür zu sorgen, dass Nichtraucher vor den Einwirkungen von Tabakrauch am Arbeitsplatz noch besser geschützt werden.

Mit 01. Mai 2018 ist das Rauchen in Arbeitsstätten in Gebäuden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer verboten, wenn dort Nichtraucher beschäftigt werden.

Falls eine ausreichende Zahl von Räumlichkeiten in der Arbeitsstätte vorhanden ist, kann der Arbeitgeber Raucherräume einrichten. Dabei darf es sich nicht um Arbeitsräume handeln, außerdem muss gesichert sein, dass der Tabakrauch nicht in die mit Rauchverbot belegten Bereiche dringt.

Aufenthalts-, Bereitschafts-, Sanitäts- und Umkleideräume dürfen nicht als Raucherräume eingerichtet werden.

Diese Beschränkungen für das Rauchen in Arbeitsstätten gelten auch für die Verwendung von verwandten Tabakerzeugnissen und Wasserpfeifen.

Quelle: WKO

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