Angriffe auf Grazer Synagoge

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Verdächtiger wurde festgenommen

Mehrere Male wurde die Synagoge in Graz letzte Woche ein Ziel von Anschlägen.
Erst die Schmierereien an der Wand, dann Zementbrocken gegen die Fenster und zu guter Letzt sogar ein Angriff auf den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Elie Rosen.

Angriff auf Elie Rosen, dem präsidenten der jüdischen gemeinde


Am Samstagabend, nachdem der Präsident der Jüdischen Gemeinde, Elie Rose, gegen 18 Uhr zur Synagoge gefahren ging ein 31-jähriger Mann mit einem Baseballschläger auf ihn los. „Ich hab mich ins Auto geflüchtet, die Türen verriegelt. Er hat dann mit dem Knüppel auf den Wagen eingedroschen.“

Der Mann ließ schließlich ab, setzte sich auf sein Rad und fuhr davon. Rosen hatte sofort den Verfassungsschutz kontaktiert. Laut Rosen war der Unbekannte ein hagerer, dunkler, nicht europäischstämmiger Mann. Er trug eine weiße Kappe. 

Täter geschnappt

Sonntagabend gegen 20:25 Uhr konnte der Täter geschnappt werden. Der 31-jährige syrische Staatsbürger, der seit 2013 mit Flüchtlingsstatus in Österreich lebt, hat die Tat vollinhaltlich gestanden. Weitere Sachbeschädigungen an einer katholischen Kirche oder an dem Vereinslokal einer LBTQ+ Community hat er ebenso gestanden. Die Tat begründete er mit Hass auf Israel, die Juden, Schwule und Lesben sowie Prostituierte. Er lehnt das Leben in Österreich gesamtgesellschaftlich ab. Die Behörden haben gegen den 31-Jährigen ein Aberkennungsverfahren des Asylstatus eingeleitet.

Bundesweit werden Synagogen jetzt geschützt um Nachahmungstäter abzuhalten.


(c) LPD Steiermark


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