Allergiker aufgepasst

ragweedfinder.at

Ambrosia-Blüte ist am Höhepunkt

Alptraum für Allergiker


Was früher als die Speise der Götter bekannt war, ist jetzt der Alptraum für Allergiker. Etwa 11 % der Ostösterreicher sind laut Studie betroffen und leiden unter juckender Nase und Augen. Das Ambrosiakraut oder auch Ragweed, Trauben- oder Fetzenkraut genannt hat ihren Höhenpunkt. Besonders bemerkbar sind die Ambrosia-Pollen im Grazer Becken bis in den Süden der Steiermark und auch im Osten an der Grenze zum Burgenland. Warum? Weil das Kraut besonders gut in der Pannonischen Tiefebene wächst. 

„Ragweed“

In den 1950-er-Jahren wurde das Kraut von Nordamerika zu uns eingeschleppt und hat sich seitdem in Richtung Westen ausgebreitet. Die Samen selbst verbreiten sich durch ungereinigtes Saatgut und Vogelfutter. Eine einzige Pflanze kann Milliarden Pollenkörner freisetzen und ihre Samen können etwa 40 Jahre im Boden überdauern und wieder auskeimen. Gerade deshalb hat es auch wenig Sinn die Pflanze einfach in den Kompost zu werfen. Besser wäre, wenn man sie mit Handschuhen komplett, also samt Wurzel, ausreißt und in den Restmüll wirft.


(c) ragweedfinder.at

Eine Karte soll helfen

Der Pollenwarndienst und die Med Uni Wie arbeiten gemeinsam am „Ragweedfinder“, eine Karte, die aufzeigen soll, wo das Kraut wächst. Wenn man auf eine Pflanze trifft, kann man dort den Fund melden und so den Allergikern zeigen, welche Orte sie besser meiden sollten. Sonst können betroffenen leider nicht viel mehr tun als Medikamente zu nehmen, Pollenfilter im Auto zu installieren, die Fenster auch in der Nacht schließen und abzuwarten. Mitte September hat der Spuk dann sein Ende und Betroffenen können wieder aufatmen.

Tags