AKW Krsko 20 Jahre verlängert

Umweltgenehmigung für das AKW bis 2043

Umweltgenehmigung für das AKW erteilt


Das slowenische Atomkraftwerk Krško wird weiter in Betrieb bleiben! 

Das umstrittene AKW liegt in einem gefährlichen Erdbebengebiet und ist nur 70 Kilometer von von der Steiermark entfernt. Das Erdbebengebiet hat das höchste Risiko in ganz Europa. 

Bei der Wartung im Oktober 2022 ist das AKW jetzt für die nächsten 20 Jahre vorbereitet worden, heißt es. Diese Generalüberholungen werden immer nach 18-monatigen Betrieb durchgeführt. Bei der letzten Wartung sei die Anlage auf den letzten technologischen Stand gebracht worden und erfüllt deshalb auch die in der EU festgelegten Kriterien. 

KRITIK VON GLOBAL 2000


Nach Analyse der slowenischen Daten hält Global 2000 fest: 

Bei der Genehmigung würden keine Upgrades für die Erdbebensicherheit "des einzigen AKW in einer 'roten' hochaktiven Erdbeben-Zone in Europa verlangt". Die Genehmigung basiere auf bis zu 19 Jahre alten Daten, die von der geologischen Forschung überholt seien. 

Global 2000 forderte die Bundesregierung auf, "nachdrücklich die notwendigen Sicherheits-Upgrades für den Uralt-Reaktor im Erdbebengebiet einzufordern"

Reinhard Uhrig von Global 2000 erklärt im Antenne Steiermark - Interview die Kritik und die Forderungen:

Reinhard Uhrig, Global 2000 - fehlende Upgrades

Reinhard Uhrig, Global 2000 - Upgrade teuer

Reinhard Uhrig, Global 2000 - Rechtsmittel

Reinhard Uhrig, Global 2000 - Reaktion Steiermark

Landeshauptmann reagiert


„Die Laufzeitverlängerung für das AKW Krsko ist der absolut falsche Weg! Wir alle sind gefordert auf erneuerbare Energieträger zu setzen, um nicht weiter den Gefahren der Atomkraft ausgesetzt zu sein. Die Steiermark wird ihre Position bei der Bundesregierung aber auch in Richtung der slowenischen Verantwortlichen klar vertreten. Ich treffe morgen in der Grazer Burg die österreichische Botschafterin in Slowenien und werde auch in den Gesprächen mit ihr die steirische Position nochmals in aller Deutlichkeit vertreten. Wir wollen keine Atomkraft und schon gar nicht dieses Kraftwerk so nah an unserer Grenze! Auch den Schildbürgerstreich der Europäischen Union, Atomstrom als grün einzustufen aber die Biomasse als schädlich abzustempeln werden wir nicht einfach hinnehmen!“

Landeshauptmann Chistopher Drexler, ÖVP


DENNOCH: Damit ist die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) abgeschlossen und die Umweltgenehmigung für die Verlängerung erteilt.


(c) Katja143, CC BY-SA 4.0