Ägyptische Kartoffeln im Markt

Symbolfoto

Heimischer Gemüsebauer ist enttäuscht

Wir haben tausende Tonnen heimischer Erdäpfel


Der Gemüsebauer Markus Hillebrand aus Graz-Umgebung macht seinen Ärger über den Handel Luft. Er ist enttäuscht. Warum? Der Grund für seine Facebook-Video ist der Verkauf der derzeit angebotenen Frühkartoffeln aus Ägypten und Israel. "Die Bauern haben tausende Tonnen heimischer Erdäpfel auf Lager". Vor allem wegen der geschlossenen Gastronomie und Hotellerie, die deshalb als Abnehmer ausfallen. Der Gemüsebauer klagt über mangelnde Solidarität mit den heimischen Bauern und prangert auch die weiten Transportwege an. Aber damit nicht genug. Die vermeintlichen Frühkartoffeln sind eigentlich keine. Markus Hillebrand sagt dazu: "Verkauft werden ägyptische Ditta. Eigentlich späte Erdäpfel, die man uns als Frühkartoffeln verkauft. Im Prinzip sind das genau die Erdäpfel, die unsere Bauern heuer noch in Unmengen lagernd haben und sie entsorgen müssen, wenn sie sie nicht mehr verkaufen".

Auch im Vorjahr hat die Landwirtschafskammer durchleuchtet, wie die Ware aus Ägypten angebaut wird, welche man damals als „Heurige“ ausgeschildert hat. Sie kommen bereits im Herbst in die Erde, bleiben dort bis zum Frühjahr, werden dann nach Bedarf geerntet und exportiert.

Viel mehr Aufwand und Liebe bei den heimischen Bauern


Der Gemüsebauer erklärt auch, dass sie die Heurigen vor eineinhalb Wochen (Anfang März), gelegt haben. Bei ihm werden die Erdäpfel vorgekeimt, abgehärtet und werden mit einem Handlegegerät vorsichtig in die Erde gelegt. Geerntet werden sie dann im Mai. Außerdem bittet er die steirischen Konsumenten den heimischen Waren den Vorrang zu geben.

Hier gibt es Facebook-Video des Bauern zum Nachschauen 👇.

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