ÖAMTC-Kindersitztest 2022

Großteil der Modelle "gut" bewertet

Es gibt so viele verschiedene Kindersitze, dass man schnell den Überblick verliert - und gerade wenn es um die Sicherheit der eigenen Kinder geht, ist es besonders wichtig, sich gut zu überlegen, für welches Modell man sich entscheidet. Um die Entscheidung ein bisschen leichter zu machen, testet der ÖAMTC zweimal im Jahr die gängigsten Modelle. Der erste Testbericht von 2022 ist jetzt draußen.

Der ÖAMTC und seine Partnerclubs haben 24 Kindersitzmodelle in allen gängigen Größen auf Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffgehalt geprüft. Lediglich ein Sitz bekommt die Note "Sehr gut": der Cybex Anoris T i-Sizeein. Der Großteil der anderen Modelle im Test schneidet mit "Gut" an. Drei Kindersitze erreichen die Qualitätsanforderungen nicht und fallen mit der Note "Nicht genügend" durch (genaue Ergebnisse siehe unten).


Die richtige Kindersichrung im Auto

Nur jedes dritte Kind ist vorschriftsmäßig gesichert im Auto. Hier gibt es die gesetzlichen Vorschriften zusammengefasst: 

  • Kinder bis 14 Jahre, die kleiner als 1,35 Meter sind, benötigen eine dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechende Rückhaltevorrichtung, die nur auf Fahrzeugsitzen, die mit einem passenden Sicherheitsgurt ausgestattet sind, verwendet werden darf.
  • Kinder ab 1,35 Meter können einen üblichen Sicherheitsgurt benützen (bei Beförderung auf Sitzen, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind).

Sonderfälle

  • Kindersitze und Airbag: Die Verwendung von Reboardsitzen, bei denen das Kleinkind entgegen der Fahrtrichtung transportiert wird, ist auf dem Beifahrersitz nur mit deaktiviertem Airbag erlaubt. Achtung: Auch für größere Kinder kann ein Frontairbag gefährlich sein. Der sicherste Platz für Kinder ist auf der Rückbank!
  • Sicherung durch Beckengurt:Für Kinder ab 18 kg genügt zur Sicherung dann ein Beckengurt, wenn alle anderen Sitzplätze im Fahrzeug besetzt sind. 
  • Ab dem Alter von drei Jahren dürfen Kinder unabhängig vom Gewicht auch dann ohne Kindersitz, lediglich mit einem Beckengurt in der Mitte des Fahrzeugs gesichert befördert werden, wenn durch auf den äußeren Sitzen befestigte Kindersitze eine weitere Rückhalteeinrichtung keinen Platz mehr findet.

tipps für den richtigen einbaU

Auch der beste Kindersitz schützt bei einem Unfall nicht, wenn er falsch eingebaut ist. Auf diese Punkte solltest du beim Einbau besonders achten: 

  • Der Kindersitz muss sich fest auf dem Fahrzeugsitz befestigen lassen. Er soll kippsicher sein und darf nicht verrutschen.

  • Rückwärts gerichtete Systeme sollten nicht bei aktiven Front-Airbags auf dem Beifahrersitz verwendet werden

  • Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten: Der Schultergurt soll über die Schultermitte, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge gehen und dabei immer straff sein.

  • Wenn sich die Kinder schon selbstständig anschnallen, sollte man den Gurt vor der Fahrt immer noch einmal überprüfen und sicherstellen, dass er nicht verdreht ist.