"Wir sind dauerhaft im Dienst"

Katastrophenschutz-Management in Kärnten

Sie bewahren in Ausnahme-Situationen einen kühlen Kopf


Dauerregen, starker Schneefall, Sturm... Alles Situationen die in Kärnten immer öfter vorkommen. Während wir die Meldungen ein paar Stunden davor im Wetter-Bericht hören, wird im Hintergrund schon auf Hochtouren gearbeitet. Bahnt sich eine Ausnahme-Situation an, kommt das Katastrophenschutz-Managemet des Landes ins Spiel.

Unter dem unscheinbaren Namen "Abteilung 3 - Gemeinden, Raumordnung und Katastrophenschutzdes Landes Kärnten, versteckt sich das Katastrophenschutz-Management des Landes. Aber wenn Gemeinde- und Bezirksbehörden im Fall von Unwettern, Erdbeben, Atom-Unfällen, Blackouts oder Terror, an ihre Grenzen kommen - schalten sich die Mitarbeiter der "Abteilung 3" ein.


365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag im Einsatz


Eines der oben genannten Großereignisse kann sich jederzeit ereignen. Wenn es so weit ist, müssen Abläufe klar und die Wege zwischen den Entscheidungsträgern kurz sein. Das bedeutet aber auch, dass sich die Verantwortlichen ständig auf die größten Ausnahme-Situationen vorbereiten müssen.

Wir haben uns deshalb mit dem Katastrophenschutz-Beauftragten des Landes über die Arbeit von ihm uns seinem Team unterhalten. Das Gespräch mit Markus Hudobnik hörst du in unserem neuen Antenne Kärnten-Podcast.


Das Interview in Voller länge



CREDITS: LPD Kärnten


Die wichtigsten Zitate



Die Arbeitszeiten von 7.30 Uhr bis 16 Uhr gibt es bei uns nicht. Im Bedarfsfall arbeiten wir rund um die Uhr durch. 
Außerdem sind wir 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag bereit, falls etwas passiert und sind in Bereitschaft auf dauerhaft telefonisch erreichbar.
 ein Erdbeben, ein Blackout oder ein Strahlen-Unfall betrifft jeden. Also es ist gut, auf alles vorbereitet zu sein.
Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor und üben auch, wie wir ein Hochwasser, einen Waldbrand, einen Strahlen-Unfall in Krsko oder ein Erdbeben gemeinsam mit den Einsatzkräften bewältigen können.
Einmal habe ich um 3 Uhr Früh den Anruf eines Bundesheer-Kommandanten bekommen, der mir vom Sturm-Tief berichtet hat. Ich hab dann meine Frau aus dem Bett geholt, die mir geholfen und alle mit notiert hat.
Alleine könnten wir die Szenarien nie bewältigen. Es ist immer eine Gemeinschaftslösung zwischen uns, den verantwortlichen jeglicher Bereiche (Stromversorger,...) und auch den Einsatzkräften vor Ort.
In Zukunft werden auch immer wieder neue Herausforderungen auf uns zukommen. Ein Blackout zum Beispiel kann uns jederzeit treffen.
Wir lernen bei jedem Großschadensereignis dazu. Meist ist man dann im Ernstfall auch mit Themen konfroniert, an die man in der Planung nie gedacht hätte.
Am meisten ist mir das Sturmtief "VAia" in Erinnerung geblieben. Wir waren mit mehreren Einsatz-Orten in ganz Kärnten konfroniert. Aber, wir haben alles bewältigt. Das gibt einem im Nachhinein große Zufriedenheit.

Die Geschichte der Unwetter in Kärnten


Seit jenem Unwetter im Jahr 2012 als die Einsatzkräfte eine Überflutung von Lavamünd nicht mehr verhindern konnten, gibt es fast jährlich Unwetter. Das Unwetter "Vaia" im Jahr 2018 hat sogar so weit geführt, dass in Kärnten der "Katastrophen"-Status ausgerufen worden ist. 

Neben mehreren starken, örtlichen Gewittern samt Überflutungen in den Sommer-Monaten der vergangenen Jahre, hat es auch im Jahr 2019 starke Schneefälle im Mölltal und zeitgleich Überflutungen im Gurktal und auch in Lavamünd gegeben. (Wir haben ein Jahr danach - im November 2020 - auf dieses Unwetter zurückgeblickt und nachgefragt, was sich verändert hat. Alle Infos findest du - hier.)

Anfang Dezember 2020 hat es dann starken Regen in Mittelkärnten - Ende Dezember/Anfang Jänner dann starke Schneefälle in Oberkärnten zu bewältigen gegeben.


Fotos vom Unwetter 2019



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