Was tun im Ernstfall?

So bist du für jede Katastrophe gerüstet

Bist du vorbereitet?


Der Alltag in Kärnten ist sehr sicher und Katastrophen kennen wir zum Glück meistens nur aus den Nachrichten, trotzdem sollten wir für mehrere Szenarien gerüstet sein. In Kärnten sind Notfälle in Form von Überschwemmungen, Erdbeben und Stürmen jederzeit möglich. Vor allem größere Stromausfälle können durch Schneemassen oder Muren jederzeit ausgelöst und ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten werden, dazu kommen eventuelle Blackouts. 

 

🤝 Gemeinsam die Krise meistern

Im besten Fall kann ich gemeinsam mit meiner Familie eine Woche lang ohne fremde Hilfe daheim überstehen. Ich mache mir vorher schon Gedanken, wo bekomme ich Informationen her, habe ich genug Lebensmittel vorrätig, kann ich ohne Strom kochen und habe ich alle wichtigen Medikamente daheim? Wichtig ist auch die Nachbarschaftshilfe, ich teile meine Informationen mit anderen und wir unterstützen uns gegenseitig, damit wir auch die Einsatzkräfte entlasten.

🚒 EINSATZKRÄFTE ENTLASTEN

In einem Notfall sollten Einsatzkräfte nicht wegen Kleinigkeiten belastet werden. Jeder kann durch Eigenverantwortung helfen, indem er in diesem Moment unwichtige Tätigkeiten sein lässt, die zu Verletzungen führen könnten (im Garten auf Leitern steigen, mit gefährlichen Geräten hantieren). Wichtig für den Notfall ist auch die Eigenvorsorge, also hab ich genug Essen, Wasser, Batterien oder Brennstoffe daheim.

📻️ INFORMATIONEN EINHOLEN

Bei einer Warnung vor einer Gefahr ist über die Sirenen ein 3 Minuten gleichbleibender Dauerton zu hören, dann sollten wir uns über Radio und TV informieren. Ohne Strom können wir uns über das Autoradio weiterhelfen oder wir nehmen ein Notfallradio mit Batterien. Im Ernstfall werden auch die über 400 Rüsthäuser der Kärntner Feuerwehren besetzt, hier bekomme ich Hilfe. Bis Ende des Jahres soll auch jede Gemeinde einen „Leuchtturm“ bekommen, ein öffentliches Gebäude mit Notstrom, wo ich auch bei verschiedenen Problemen Unterstützung erhalte.

🍝 BEVORRATUNG

Als Faustregel sollte ich eine Woche ohne fremde Hilfe daheim aushalten können. Dazu brauche ich haltbare Essensvorräte (Nudeln, Reis, Konserven) und Nahrungsmittel, die immer wieder ausgetauscht werden (Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Obst, Fisch). Man darf aber ruhig auch nur das einlagern, was einem schmeckt, man überlebt zur Not auch eine Woche nur mit Schokoriegeln. Wichtig sind auch Wasservorräte, Batterien, Kerzen und bei Bedarf auch Heizmaterial.

🍳 KOCHEN OHNE STROM

Vor allem für kleine Kinder, kranke und alte Menschen ist es wichtig, regelmäßig warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Bei einem längeren Stromausfall hilft eine Notkochstelle, die aus einem Metallrahmen und Metalldosen mit einer stark brennenden Flüssigkeit besteht. Wichtig: die Notkochstelle muss stabil und auf einem nicht entzündbaren Untergrund stehen, damit kein Brand entsteht. Camping-Gaskocher sind grundsätzlich nur für den Outdoor-Bereich gedacht.

🤕 HAUSAPOTHEKE

Verletzungen passieren meistens viel schneller als gedacht, deshalb sollte die Hausapotheke immer gut gefüllt sein. Sehr zu empfehlen sind Mittel gegen Schmerzen, Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Für die Erste Hilfe und Wundversorgung sind Desinfektionsmittel, Pflaster, Verbandsmaterial, sterile Kompressen und Wund- und Heilsalben ratsam. Die Lagerung sollte dunkel, kühl und trocken erfolgen und auf die Behandlung von Kindern und Allergikern müssen wir besonders und je nach Bedürfnissen achten.

🔦 LICHT UND OFFENES FEUER

Bei einem längeren Stromausfall mitten in der Nacht werden wir in die Steinzeit zurückgeworfen. Es funktioniert keine Heizung, kein Herd, kein Fernseher und auch kein Licht. Hilfsmittel Nummer 1 ist eine Taschenlampe, die am besten beim Zählerkasten oder an einem leicht zugänglichen Ort aufbewahrt wird – am besten gemeinsam mit neuen Batterien. Es gibt aber auch Taschenlampen, die mit Kurbelantrieb funktionieren und teilweise sogar ein Notfallradio und eine Aufladestation für das Smartphone beinhalten. Ohne Taschenlampe können wir uns auch mit Kerzen weiterhelfen, offenes Feuer sollte aber nie unbeaufsichtigt gelassen werden und zur Sicherheit sollten in Griffweite Feuerlöscher, Löschdecke oder ein Kübel Wasser stehen.

📦 KATASTROPHENSCHUTZBOX

Die Katastrophenschutzboxen vom Kärntner Zivilschutzverband können individuell befüllt werden und sind eine Art Überlebenspaket. Außen am Karton sind die Sirenensignale und das Verhalten im Notfall erklärt, die Notrufnummern und Checklisten, die den eigenen Haushalt krisensicher machen sollen. Der Inhalt der Box sind praktische Dinge wie eine Notkochstelle, LED-Wandlichter, Langzeitnahrung und ein Notfallradio, das mit Kurbelantrieb funktioniert und mit dem man Licht machen, Blinksignale absetzen und das eigene Smartphone aufladen kann.

VORSORGEMASSNAHMEN TREFFEN


Welches Essen und welche Gegenstände solltest du im besten Fall schon gelagert haben, wenn ein Notfall eintritt? Ziel sollte es sein, 7 Tage ohne Einkaufen zu überstehen. Das solltest du also immer zuhause haben:


GETRÄNKE

In der Regel gilt, 2 Liter pro Tag und Person. Daher solltest du für 7 Tage 14 Liter Trinkwasser daheim haben. Davon kannst du täglich 0,5 Liter zum Kochen verwenden. 

LEBENSMITTEL 

Achte darauf, Lebensmittel zu kaufen, die auch ohne Kühlschrank möglichst lange haltbar sind.

KÖRPERPFLEGE

TECHNISCHE HILFSMITTEL

PERSÖNLICHE VORSORGEMASSNAHME

WICHTIGE NOTRUFNUMMERN

OrganisationNummer
Feuerwehr122
Polizei133
Rettung144
Euronotruf112
Bergrettung140
Ärztefunktdienst141
Gasgebrechen128
Vergiftungsinformationszentrale01 / 406 43 43

NOTFALL-CHECKLISTE

Hier kannst du deinen persönlichen Status überprüfen und Schwachstellen und Mängel beheben. 


AUF DER WEBSITE DES ZIVILSCHUTZVERBANDES FINdest du DIE GENAUE BEVORRATUNGS CHECKLISTE.

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