Was einen guten Chef ausmacht

Das ist wichtig im Arbeitsalltag

Wie sich der:die Chef:in verhält, färbt natürlich auf die Mitarbeiter:innen ab und beeinflusst das Arbeitsklima und den Output. 

Das betätigt auch Bob Sutton. Er ist Professor an der Stanford University und ist der Meinung: für 3 von 4 Beschäftigten ist der Chef der größte Stressfaktor. In einer seiner Publikationen schreibt er darüber was gute Chefs von schlechten unterscheidet. 


1. Teamfähigkeit: Gute Chef:innen sind echte Teamplayer

Du siehst die Potenziale und Stärken in deinem Team und weißt, wie diese am besten einzeln sowie zusammen funktionieren. Natürlich bist du der Leader – trotzdem schätzen dich deine Mitarbeitenden vor allem als wichtigen Teil des Teams. Dein Team steht für dich im Vordergrund.

Für dein Team und die getroffenen Entscheidungen stehst du auch vor Vorgesetzten ein und übernimmst Verantwortung. Die Teamatmosphäre förderst du durch transparente Kommunikationswege, eindeutige Verantwortungsbereiche und klare Aufgabenverteilung.


2. Vertrauenswürdigkeit: Gute Chefs vertrauen

Geh in Vorleistung und vertraue deinen Mitarbeitenden. Erst wenn diese merken, dass du ihnen vertraust, wird dir vertraut.

Ist das gegenseitige Vertrauen im Team groß, schafft das eine gute Teamatmosphäre. Lass deinen Mitarbeitenden dabei die Freiräume, die diese zur Entwicklung brauchen. Mikromanagement vergiftet deine mühsam aufgebaute Vertrauensbasis.

 

3. Fairness: Du bist respektvoll und fair

Du sorgst für einen fairen Umgang im Team. Durch dein transparentes und konsistentes Verhalten etablierst du einen respektvollen Umgang im Team. Fehler kommunizierst du unter vier Augen, Feedback gibst du regelmäßig im Einzelgespräch.

Ist dein Team erfolgreich, wird der Erfolg zusammen gefeiert und sich gemeinsam gefreut. Trotzdem kannst du natürlich auch im Einzelnen erfolgreich sein. Mit Lob und Anerkennung für gute Arbeit sparst du nicht – so fühlen sich deine Mitarbeitenden wertgeschätzt.




4. Empathie: Du kannst dich gut in deine Mitarbeitenden einfühlen

Für deine Mitarbeitenden bist du immer ansprechbar. In kritischen Momenten versteckst du dich nicht, sondern bist präsent und dialogbereit. In Gesprächen hörst du aktiv zu und bist offen für die Anliegen deiner Mitarbeitenden.

Natürlich hat das seine Grenzen in der professionellen Zusammenarbeit. Trotzdem ist Empathie eine der wichtigsten Eigenschaften, die du als Führungskraft haben solltest. Denn dadurch vermeidest du Konflikte und schaffst Verständnis. Das entspannt die Zusammenarbeit im Team. 

 

5. Interesse: Gute Chefs sind interessiert an neuen Ideen

Offenheit wird bei dir groß geschrieben. Neue Ideen werden angehört, in strategischen Kontext gesetzt und priorisiert. Du bist selbstbewusst genug, dich durch neue Perspektiven nicht eingeschüchtert zu fühlen, sondern lässt diese zu.

Du solltest dankbar für jede neue Perspektive sein. Neue Ideen und Ansichten weiten den Blick und geben dir die Chance, kritisch an neue Aufgaben heranzugehen.

 

6. Eindeutigkeit: Du handelst eindeutig und konsistent

Indem du Arbeitsaufträge so eindeutig wie möglich gestaltest und konsistent handelst, gibst du wenig Angriffsfläche für Vorwürfe und Missverständnisse.

Du bist verantwortungsbewusst und nimmst Arbeitsaufträge ernst. Daher kannst du auch klar formulieren, was du erwartest und wie du die geforderten Arbeiten erledigt haben willst. Gleichzeitig gibst du alle relevanten Informationen an die jeweiligen Mitarbeitenden inhaltlich vollständig weiter.

Bleib bei deinen Entscheidungen und kommuniziere wichtige Änderungen rechtzeitig an die relevanten Personen. So bleibst du konsistent in deinen Aussagen.


7.  Als gute:r Chefi:in nimmst du Fehler auf die eigene Kappe

 Stellvertretend dafür steht Michael McCain, CEO bei Maple Leaf Foods. Der Lebensmittelkonzern erlebte im Sommer 2008 ein Desaster mit verdorbenem Fleisch - 15 Menschen starben, weitere erkrankten. McCain bekannte sein Unternehmen und auch sich selbst sofort verantwortlich. Er schob nichts auf andere und selbstverständlich entschuldigte er sich. Sein Auftritt vor den Fernseh-Kameras war glaubwürdig, so Sutton.

Nach Verlusten im Jahr 2008 war Maple Leaf schon 2009 wieder profitabel. Im Februar 2010 erklärte McCain, die Marke erhole sich. Die Verbraucher haben ihm seine Entschuldigung geglaubt. 


8. Fehler gehören dazu.

Sorge für die psychische Sicherheit der Mitarbeiter. Erfolgreiche Innovationen produziert nur, wer seine Leute Fehler machen lässt. Mitarbeiter müssen unausgegorene Ideen testen können, sie müssen experimentieren dürfen, ohne im Fall eines Flops bloßgestellt oder bestraft zu werden.


9. Kleine Gesten. Große Wirkung.

Robert Townsend, CEO von Avis, sagte einst, er vermisste immer wieder das simple "Danke schön" im Geschäftsleben. Es sollte aber kommen - nicht nur nach Abschluss jedes Projektes, sondern auch mal zwischendurch.


Du hast so eine:n tolle:n Chef:in? Dann sag uns doch HIER wer das ist und hol dir ein Frühstück für die ganze Firma! 


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