Studenten auf Wohnungssuche

Auf das solltest du achten

Es dauert nicht mehr lange und nicht nur die Schüler, auch die Studenten starten bald wieder in’s neue Semester. Vor allem für die Erstsemestrigen heißt’s dann erstmals eine Wohnung oder zumindest ein Zimmer suchen. Vielleicht suchst auch du gerade eine Wohnung? Oder du hast schon eine gefunden und bist kurz davor den Mietvertrag zu unterschreiben? 

Dann heißt’s jetzt aufpassen – Wir zeigen dir, auf was du schauen musst damit deine erste eigene Wohnung nicht gleich ein Reinfall wird. 


Besichtigung


Das Wichtigste gleich zu Beginn: Schon bei der Besichtigung der Wohnung solltest du gleich ein paar Leute mitbringen. Vier oder mehr Augen sehen viel mehr als du allein. Und ganz wichtig: die Wohnung bei Tageslicht besichtigen. Die Wohnung wirkt dann oft ganz anders. Wenn du den Mietvertrag unterschreibst, akzeptierst du sie genau so wie sie im Moment ist – auch wenn etwas kaputt ist. Bei den Erhaltungs- und Instandhaltungspflichten ist nämlich nicht immer der Vermieter verantwortlich. Wann auch du etwas reparieren musst, ist normalerweise im Mietrechtsgesetz geregelt. Das Mietrechtsgesetz gilt aber immer nur dann, wenn du in einem Haus mit mindestens 2 Wohneinheiten wohnst. Sonst steht im Mietvertrag für was du verantwortlich bist. 


Betriebskosten


Auch bei den Betriebskosten musst du aufpassen. Wenn die zu niedrig sind, kann es passieren, dass du am Ende des Jahres noch einiges nachzahlen musst. Der Vermieter ist dabei sogar im Recht, denn wenn die Betriebskosten durch deinen monatlichen Beitrag nicht gedeckt sind, darf er Geld nachfordern. So wird die im ersten Moment günstige Wohnung noch richtig teuer.  Am besten du rechnest dir die Betriebskosten pro Quadratmeter aus. Die sollten ca. 1,92€ pro Quadratmeter betragen – liegen sie stark darunter oder darüber, solltest du misstrauisch werden. 


Indexklauseln


Auch bei den Indexklauseln heißt’s aufpassen: Das hört sich im ersten Moment zwar kompliziert an, ist es aber gar nicht. Sie legen nur fest, wann dein Vermieter die Miete mit Ansteigen der Inflation erhöhen darf. Wenn in deinem Mietvertrag beispielsweise eine Schwankungsbreite von 5% angegeben ist, dann darf dein Vermieter die Miete erst dann anheben wenn der Verbraucherpreisindex auch um 5% angestiegen ist. Hast du gar keine Schwankungsbreite vereinbart, dann kann der Vermieter die Miete jederzeit anheben. 


Wohngemeinschaft


Ziehst du gemeinsam mit ein paar Freunden in eine WG, dann überlegt euch vorher wer den Mietvertrag unterschreibt oder ob ihr ihn alle gemeinsam unterschreibt. Unterschreibt ihn nur einer, dann ist derjenige der Hauptmieter. Das heißt er ist dafür verantwortlich, dass am Ende des Monats das Geld am Konto des Vermieters landet. Er ist zugleich auch die Ansprechperson für den Vermieter. Unterschreibt ihr gemeinsam, dann seid ihr alle zu gleichen Teilen für die Wohnung verantwortlich. Das heißt aber auch, dass ihr den Mietvertrag nur gemeinsam kündigen könnt und alles einstimmig beschließen müsst. 


Kündigung


Bei der Kündigung des Mietvertrags musst du vor allem  aber auch auf die Kündigungsfrist aufpassen. Laut Gesetz kannst du frühestens nach einem Jahr kündigen. Und dann musst du auch noch eine 3 monatige Kündigungsfrist einhalten. Bevor du deinen Mietvertrag dann unterschreibst, lies doch noch einmal genauer drüber. Wenn du etwas nicht verstehst, hilft dir auch gerne die Arbeiterkammer weiter.

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