Steuerausgleich 2022

Homeoffice,... diese Neuerungen gibt es

Seit knapp zwei Jahren gehört das Homeoffice jetzt zum Alltag – und damit wir alle auch anständig arbeiten können, waren auch einige Anschaffungen nötig: der neue Schreibtisch, der Bürosessel, das Handy oder schnelleres Internet. Wir verraten dir, wo du vom Finanzamt ein bisschen Geld zurückholen kannst. Steuerberater Wolfgang Granig aus Klagenfurt rät auf jeden Fall eine Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen. 

Selbst wenn du überhaupt keine Abschreibungen hast, bekommst du meistens zwischen 50 und 100 Euro zurück. Solltest du keinen Steuerausgleich machen, passiert das seit einigen Jahren automatisch im Herbst von Seiten des Finanzamtes. Wenn du dann damit nicht einverstanden bist, kannst du eine Arbeitnehmerveranlagung bis zu 5 Jahre rückwirkend machen.


Das ist heuer neu!



BÜROMÖBEL UND ANDERE KOSTEN

Einen neuen Bürosessel kannst du unter den zusätzliche Ausgaben für dein Homeoffice angeben. Genau sind dieses Gegenstände als "ergonomische Einrichtungsgegenstände" bezeichnet.

Wenn du mindestens 26 Tage im Jahr im Homeoffice gearbeitet hast, kannst du Gegenstände wie einen Schreibtisch, Lampen, Sessel,... mit einem Maximalbetrag von 300,- Euro pro Jahr abschreiben.


Homeoffice-Pauschale

Wer im Homeoffice gearbeitet hat, hat die Möglichkeit eine Pauschale zu bekommen. Stromkosten, Internet,... sollen damit abgeglichen werden.

Die Pauschale beträgt 3 Euro pro Tag im Homeoffice - allerdings können maximal 100 Tage geltend gemacht werden. 

Nicht möglich ist diese Pauschale, wenn der Arbeitgeber schon von sich aus eine Steuerfreie Homeoffice-Pauschale ausbezahlt hat.

Falls der Arbeitgeber zum Beispiel nur 2 Euro an steuerfreier Pauschale überwiesen hat, kann der Differenzbetrag von einem Euro beim Steuerausgleich zurückgefordert werden.


Was ist ein Homeoffice-Tag?

Jeder Tag, an dem du nicht im Büro gearbeitet hast, sondern von daheim aus. Wichtig: Wenn du von daheim zu einem Kundentermin fährst, ist das KEIN Homeoffice-Tag mehr. Im Homeoffice muss also die gesamte Arbeitszeit in den eigenen vier Wänden verbracht werden.

Solltest du einen halben Tag Homeoffice machen und dir am Nachmittag Urlaub nehmen - gilt der halbe Homeoffice-Tag trotzdem.


Homeoffice nachweisen

Die Zeit im Homeoffice muss auch wirklich nachgewiesen werden: Entweder durch eigene Aufzeichnungen oder die Bestätigung des Arbeitgebers. Beziehungsweise muss für die Homeoffice-Pauschale ohnehin die Meldung vom Arbeitgeber gemacht werden.



Büroartikel

Kugelschreiber, Klammern, Druckerpapier usw. Das alles kannst du als Ausgaben beim Steuerausgleich geltend machen. Allerdings musst du die Dinge wirklich ausschließlich beruflich brauchen und nicht privat.


Neue Geräte

Laptop, Handys oder Drucker bringen dir ebenfalls bares Geld zurück – vorausgesetzt du benutzt die Geräte auch beruflich. Bis zu einem Betrag von 800 Euro kannst du Arbeitsmittel als geringfügiges Wirtschaftsgut abschreiben. 

Verwendest du den Laptop auch privat, dann musst du einen Privatanteil abziehen. Du kannst dann nur 60% der Kaufsumme beim Finanzamt für die Anschaffung einreichen. Kostet das Handy 1.000 Euro, dann kannst du 600 Euro abschreiben 

WIE IST DAS MIT DER PENDLERPAUSCHALE?

Wer im Jahr 2021 wegen der "Lockdowns" im Homeoffice war, kann trotzdem die Pendlerpauschale geltend machen. Hier gibt es allerdings eigene "Zeitfenster":


Was hat sich sonst noch so geändert?

Anders als bisher können Kosten für Wohnbausanierungen (neue Fenster,...) nicht mehr abgeschrieben werden.

Selbes gilt auch für private Kranken- und Unfall-Versicherungen.

Auch die Zahl der Sonderausgaben sinkt - nun können nur noch Steuerberatungskosten, der Kirchenbeitrag oder auch Spenden an gemeinnützige Institutionen geltend gemacht werden.

Bei Spenden gilt allerdings zu berücksichtigen: Wenn an eine steuerlich begünstigte Institution gespendet wird, muss bei der Spende Vorname, Nachname und Geburtsdatum angegeben werden. Die Spende wird dann vom Empfänger an das Finanzamt gemeldet und der Spender kann diese beim Steuerausgleich abgeschrieben werden.

 

Nicht auf den Familien-Bonus vergessen...

...dieser bleibt unverändert! Die Zahlen dazu:

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