So sicher ist unser Stromnetz

Und das passiert im Ernstfall

„Wir verbrauchen 4 Mal so viel Strom wie vor 40 Jahren“


Das Rückgrat der Kärntner Stromversorgung ist das Stromnetz der Kärnten Netz GmbH mit 50 Umspannwerken, 7.300 Trafostationen und 18.200 km Leitungen.

Das Strom-Verteilernetz gliedert sich in Hochspannungsleitungen (110 kV), Mittelspannungsleitungen (20 kV) und Niederspannungsleitungen (0,4 kV). Es verbindet Kundenanlagen mit Kraftwerken und versorgt Städte, ländliche Gebiete, Industriezonen, Gewerbe und touristisch genutzte Regionen - unter Rücksichtnahme auf Umwelt und Natur. In Umspannwerken wird der Strom mittels Transformatoren von Hochspannung auf Mittelspannung umgewandelt – zum Beispiel von 110-kV-Hochspannung auf 20-kV-Mittelspannung.

Das Stromnetz wird in den nächsten 20 Jahren umgebaut, weil es immer mehr leisten muss. Darunter fallen ausgebaute Hauszuleitungen, stärkere Leitungen in der Mittelspannung und Modernisierungen von einzelnen Masten im 110kV-Netz. In den nächsten 10 Jahren wird dadurch fast eine Milliarde Euro investiert.

„Schaut aus wie Raumschiff Enterprise“


Das Herzstück Netzleitstelle in Klagenfurt ist rund um die Uhr besetzt, an 365 Tagen im Jahr. Hier arbeiten ständig hochqualifizierte Techniker, die für die Steuerung und Überwachung der Energieversorgung in Kärnten verantwortlich sind. Die hochmoderne Ausstattung der Netzleitstelle ermöglicht es ihnen, im Falle einer Störung sofort und effizient einzugreifen und auch bei Großstörungen den Überblick zu bewahren. Von dort werden 80 Monteure ausgeschickt, die bei Stromausfällen möglichste schnell beheben. Wenn ganz Kärnten finster wäre, hätte die Netzleitstelle trotzdem Strom durch mehrere Einspeisungen über das Stromnetz und eine unterbrechungsfreie Versorgung über eine Batterie.

Störungen vs. Blackouts


Eine Störung mit Stromausfällen wird vor allem durch das Wetter verursacht. Starker Schneefall, Sturm, Hochwasser oder Lawinen trennen einzelne Orte oder kleinere Regionen vom Stromnetz – rundherum ist aber immer noch Strom da. Bei einem Blackout sind meistens sehr große Regionen oder ganze Länder ohne Strom, da bricht die gesamte Spannungsversorgung zusammen. Das passiert ohne große Vorwarnungen und es ist nicht klar, wann, wie und wo. Der Ernstfall wird regelmäßig geübt und durch die Kraftwerksgruppe Fragant ist Kärnten auf ein Blackout gut vorbereitet. Binnen wenigen Sekunden bis Minuten können die Kraftwerke auch ohne Energie von außen selbst wieder anfahren (Schwarzstart). Durch die Speicherkraftwerke können Lastschwankungen auch laufend abgefedert werden und es ist eine flexible Leistungsabgabe möglich (Inselbetrieb). Innerhalb von 24 Stunden wäre dadurch der Großteil von Kärnten wieder mit Strom versorgt.


Mehr Infos zum Thema Blackout findest du hier

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