SIM-Karten-Registrierung

Deadline 01. September

Wenn die Wertkarte wertlos wird

Seit Jahreswechsel müssen neu gekaufte SIM-Karten registriert werden - ganz egal ob Wertkarte („Prepaid“) oder Vertrag („Postpaid“), herkömmlicher Sprachtarif oder reiner Datentarif im mobilen WLAN-Router.

SIM-Karten-Nutzer mit Vertrag haben schon bei Vertragsabschluss ihre notwendigen Daten angegeben. Aber bereits vor Jahreswechsel bestehende Nutzerinnen und Nutzer von Wertkarten müssen die Registrierung ihrer bis dahin anonymen SIM-Karten bis zum 1. September 2019 nachgeholt haben. Passiert das nicht, kann die Karte nicht mehr aufgeladen und nach Verbrauch des Guthabens nicht mehr aktiv genutzt werden.

Neben dem Smartphone ist auch in vielen anderen elektronischen Geräten eine SIM-Karte im Einsatz. Unter anderem könnte das der Mähroboter, die Alarmanlage oder auch die Heizung sein. Wenn auch hier unregistrierte Pre- oder Postpaid-SIM-Karten im Einsatz sind, muss das nachgeholt werden. Wenn die SIM-Karten schon im Lieferumfang dabei waren, muss das der Verkäufer erledigen. Wenn man dahingehend bis dato noch keine Information erhalten hat, sollte man sich beim Hersteller zur Sicherheit erkundigen.

Ein Beispiel für ein Worst-Case-Szenario: Die Alarmanlage kommuniziert mittels SMS mit dem Smartphone. Bei der Auslösung der Alarmanlage kann keine Nachricht an den Eigentümer versendet werden, da kein Guthaben mehr geladen werden konnte, da die SIM-Karte nicht registriert ist. Schon klar, dramatisiertes Beispiel, aber dennoch. So könnte es laufen.


So funktioniert’s

Der Betreiber muss Namen, akademischen Grad und Geburtsdatum erfassen. Bei juristischen Personen wie Vereinen oder GmbH muss eine vertretungsbefugte Person einen geeigneten Registerauszug vorlegen.

Die „Identifikationsverordnung“ gibt die zulässigen Verfahren für die Registrierung vor: etwa beim Betreiber im Shop, bei deren Vertriebspartnern (z.B. Handyshops, Elektrofachhandel oder Supermarktfilialen), durch eine Bestätigung Ihres Kredit- oder Finanzinstituts oder über das Internet mittels Webcam („Photoident“). Am besten erkundigt man sich im Vorfeld beim Betreiber, welche Unterlagen benötigt werden. Das kann zum Beispiel der PUK-Code sein.

Unter www.wertkartenregistrierung.at findet man Informationen für die Registrierung von den meisten Anbietern.

Minderjährige Nutzerinnen und Nutzer

Das BMVIT legt die gesetzlichen Vorgaben so aus, dass für die bloße Identifizierung keine Geschäftsfähigkeit vorausgesetzt wird. Minderjährige Nutzerinnen und Nutzer können sich also eigenständig registrieren. Die Daten des gesetzlichen Vertreters müssen dabei nicht zusätzlich erhoben werden.

Kosten

Die Betreiber dürfen für die Registrierung Entgelte verlangen. Meistens gibt es aber eine kostenlose Möglichkeit über das Internet. Manchmal verlangen Vertriebspartner und Handyshops eine Aufwandsentschädigung, wenn sie die Registrierung durchführen. Fragen Sie am besten vor der Registrierung nach den Kosten und Möglichkeiten.


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